GEMEINDEFINANZEN

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Einblick in die Finanzen jeder Gemeinde

Seit Jahresbeginn 2016 ist auf www.gemeindefinanzen.at eine neue Plattform online, auf der jede/r Bürger/in Einblick in die Finanzen jeder Gemeinde nehmen kann. „Das ist ein riesiger Schritt zur völligen Transparenz der kommunalen Haushalte jeder einzelnen Gemeinde“, so Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. Die Finanzdaten jeder Kommune sind dabei auf sehr vielfältige Art, aber einfach abruf- und vergleichbar. „Wir sehen dies als Zeichen und Beleg dafür, dass wir nichts zu verbergen haben. Jede/r Österreicher/in hat ein Anrecht darauf, in die Finanzen der eigenen Gemeinde in gut lesbarer und verständlicher Form Einsicht nehmen zu können.“

Gemeinsam mit der Kommunalkredit Austria wurde dieses Projekt umgesetzt, programmiert von der Austria Presse Agentur (APA) und befüllt mit den Daten der Statistik Austria. „Wir legen damit alles offen“, so Mödlhammer. „Man kann Ausgaben und Einnahmen nach dutzenden Indikatoren über viele Ebenen hinein anschauen. Und man kann über einen eigenen Button sich mit jeder Gemeinde seiner Wahl vergleichen. Auch Vergleiche mit den Durchschnittswerten der Gemeinden im Bezirk, im Bundesland oder österreichweit sind möglich.“ Die Daten reichen immer fünf Jahre zurück, bereitgestellt werden die letzten verfügbaren Daten der Statistik Austria, in diesem Fall auf Basis der Rechnungsabschlüsse 2014.

Die ersten Erfahrungen sind durchwegs positiv. "Die Zugriffszahlen in den ersten zwei Wochen waren enorm", weiß Mödlhammer. "Tausende Bürger/innen haben diese Möglichkeit genutzt, um sich über die Finanzlage ihrer Gemeinde zu informieren. Die Gemeinden sind damit Vorreiter, was die Transparenz betrifft." Auch für Kommunalkredit-Chef Mag. Alois Steinbichler ist diese Entwicklung ein wichtiger Meilenstein. „Wir produzieren ja seit Jahren den sehr umfangreichen Gemeindefinanzbericht, der in kumulierter Form Auskunft über den Stand der Gemeindefinanzen gibt. Die heute vorgestellte Plattform war der nächste logische Schritt.“

Das Projekt war durchaus aufwändig. „Wir haben mehr als 1,5 Jahre an der Umsetzung gearbeitet“, so Mödlhammer. „Die Datenmengen sind enorm und müssen ja so verarbeitet und aggregiert werden, dass man auch etwas damit anfangen kann. Die Experten haben hier phantastische Arbeit geleistet, dieses Tool wird nicht nur für interessierte Bürger/innen, sondern auch für die Arbeit von Journalisten/innen ein großer Gewinn sein. Ich bedanke mich hier besonders bei der Kommunalkredit und allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt umzusetzen.“

Die jeweils neuen Daten werden künftig immer im Herbst eingepflegt. "Wir erhalten die Daten jedes Jahr im Oktober, dann werden diese Daten neu eingespielt", so Mödlhammer. Derzeit ist in der Steiermark etwa noch die alte Gemeindestruktur berücksichtigt, weil die Gemeindezusammenlegungen ja erst mit Jänner 2015 umgesetzt wurden. Beim nächsten Mal werden dann schon die Daten für die neue Gemeindestruktur verfügbar sein. Auch für Amtsleiter/innen und Fachreferent/innen in den Gemeinden bietet das Tool viele Möglichkeiten. "Wir haben zahlreiche Rückmeldungen bekommen, wie positiv es ist, dass sich Gemeinden nun in jeder Hinsicht miteinander vergleichen können", so Mödlhammer.



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