Inhalt anzeigen
Über uns Symbol

HABEN SIE FRAGEN ZU ÖSTERREICHS GEMEINDEN?

Leitfaden für Einbindung der Jugend in die Politik

Wie können Politiker besonders Jugendliche aus sozial schwächeren Schichten in ihre Politik einbinden? Antworten gibt ein neuer Leitfaden des bundesweiten Netzwerks für Offene Jugendarbeit bOJA.

Seit knapp zehn Jahren arbeitet die Europäische Union aktiv darauf hin, auch marginalisierte, schwer zugängliche Jugendliche in die jugendrelevante Politik einzubinden. Die Aktion trägt den Namen „Strukturierter Dialog“ und soll zur politischen Bildung beitragen sowie die Partizipation fördern.

In einer Abschlusspräsentation wurden die Ergebnisse des "Strukturierten Dialogs" und der zugehörigen Fokusgruppe besprochen. (Bild: bOJA)
In einer Abschlusspräsentation wurden die Ergebnisse des EU-Projekts „Strukturierter Dialog reloaded“ vorgestellt und erlebbar gemacht. (Bild: bOJA)

Schwer zugängliche Zielgruppe

Die vom der bundesweiten Netzwerk für Offene Jugendarbeit (bOJA) durchgeführte Recherche zeigte, dass prinzipiell Bestrebungen bestehen, benachteiligte Jugendliche in den politische Alltag zu integrieren, es oft aber bei der Umsetzung am „Wie“ scheitert. Die Integration von marginalisierten Jugendlichen kann eine schwierig umzusetzende Aufgabe sein, wie die Initiatoren des Projekts selbst wissen. Hier anzusetzen und einen praxisnahen Leitfaden zu bieten, war die Bestrebung der überparteilichen Organisation.

Als erster Schritt für die Umsetzung des ambitionierten Projekts beschlossen die Initiatoren, den „Strukturierten Dialog“ in die Jugendtreffs Österreichs zu holen. Fünf ausgewählte Jugendzentren in  Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg waren quasi „Teststrecke“ für unterschiedliche Methoden, politische Partizipation zu fördern.

In kleinen Gruppen wurden die Ergebnisse der Vorträge diskutiert - sie lieferten Input für die Erarbeitung des Leitfadens. (Bild: bOJA)
IIn Worldcafé-Settings stellten die Jugendarbeiter/innen ihre praktischen Erfahrungen mit Jugendbeteiligung im Jugendzentrum vor. (Bild: bOJA)

Praxis als Guideline für die Zukunft

In den fünf Zentren wurde besonderer Wert darauf gelegt, viele unterschiedliche Methoden auszuprobieren und dabei nachhaltiges Interesse bei den Jugendlichen zu wecken. Gezeigt werden sollte, dass die Beschäftigung mit Politik gar nicht so anstrengend ist, wie viele der Jugendlichen eingangs vermuteten. Durch die große Bandbreite der umgesetzten Aktivitäten sollte vermittelt werden, dass politische Partizipation äußerst facettenreich sein kann und dass es wichtig ist, die jeweiligen Jugendlichen in ihrem Alltag abzuholen.

Die gemachten Erfahrungen wurden im Rahmen einer Fokusgruppe sämtlicher Beteiligter erfasst und anschließend systematisch ausgewertet. Was hat gut funktioniert? Was weniger? Diese und viele weitere Fragen wurden im Rahmen der Aufbereitung behandelt und bilden die Grundlage für den Leitfaden, der am 16. Oktober erstmals vorgestellt wurde. Er soll eine Hilfestellung sein für Politiker, die schwer erreichbare Jugendliche in das tagespolitische Geschehen integrieren und ihre Meinungen zu politischen Themen einholen wollen, aber auch für Freizeitpädagogen und Fachkräfte der Jugendarbeit, denen die politische Bildung der nächsten Wählergeneration ein Anliegen ist.

Zehn Erfolgsfaktoren

Die Praxistipps liefern eine Hilfestellung, zielsicher einen Beitrag zur Meinungsbildung der jungen Wählerschaft zu leisten. Die angehängte Politikempfehlung schlägt exemplarische Erfolgsfaktoren vor, wie eine solche Art von Inklusion gelingen kann. Die Politikempfehlung steht in der links stehenden Box kostenlos zum Download zur Verfügung und kann bei bOJA auch in gedruckter Form bestellt werden.

Ein Skript zu Partizipationsmethoden der Offenen Jugendarbeit steht in der Downloadbox ebenfalls bereit. Auch die Ergebnispräsentation aus der Fokusgruppe können Sie als Datei herunterladen. In der Linkbox befindet sich auch der Verweis auf die Websitevon bOJA, wo sich viele weitere, zukunftsweisende Projekte der Organisation nachlesen lassen.

Die Mittel aus dem Projekt „Strukturierter Dialog reloaded“ kommen aus dem europäischen Fördertopf für Bildung, Jugend und Sport ERASMUS+. Kooperationspartnerin des Projekts war die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Bürger/innenbeteiligung.

Nikolaus Wimmer – 




Diesen Beitrag fand ich ...
0 0