Weitere Gemeindefusion in Oberösterreich

20.10.2014 – Die beiden oberösterreichischen Gemeinden Rohrbach (2.530 Einwohner) und Berg (2.518 Einwohner) sind in den letzten 45 Jahren kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich eng zusammengewachsen. Am 19. Oktober 2014 haben sich die Bürger nun mehrheitlich für eine Fusion der beiden Gemeinden entschieden. In Rohrbach gab es mit 89 Prozent Zustimmung ein eindeutiges Votum, in Berg entschieden sich 58 Prozent der Wahlberechtigten für den Weg einer Zusammenlegung.

Hohe Wahlbeteiligung

Gerade in Berg, wo es vor der Bürgerbefragung noch reichlich Verwirrungen aufgrund zahlreicher Flugzettel gab, war das Interesse an der Befragung groß: 77 Prozent der Stimmberechtigten nahmen dort ihre demokratischen Rechte wahr, in Rohrbach, wo die Fusion von Beginn an nicht zu großem Aufruhr führte, schritten 60 Prozent zu den Wahlurnen.

Ende eines langes Weges

“Die Diskussionen im Vorfeld waren intensiv und zuletzt auch sehr emotional. Doch die heutige Entscheidung zeigte, dass die Mehrheit der Bevölkerung mutig in die Zukunft sieht und den Weg für eine Fusionierung der schon zusammengewachsenen Gemeinden Rohrbach und Berg befürwortet”, gibt sich die Leiterin des Arbeitkreises “Dialog Zukunft Rohrbach Berg” LAbg. Ulrike Schwarz (Grüne) erleichtert.

Ebenso positiv kommentierte auch Gemeinde-Landesrat Max Hiegelsberger in einer Aussendung den Ausgang der Befragung: “Durch die Zusammenführung der beiden Gemeinden sollen sowohl Arbeitsplätze gesichert, als auch die Abwanderung gebremst werden, da mehr Investitionen möglich sind.”

Gemeinderäte am Zug

Um “Berg-Rohrbach” Wirklichkeit werden zu lassen, müssen nun die Gemeinderäte beider Kommunen die Fusion beschließen. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass im Juni 2015 ein Kommissär eingesetzt wird, der gemeinsam mit den Gemeindevorständen die Amtsgeschäfte übernimmt. Bei den Landtags- und Kommunalwahlen im September werden dann Bürgermeister und Gemeinderat der neuen Stadtgemeinde gewählt.

Politisch vorgesehen ist es, dass wenn der Bürgermeister aus der einen Gemeinde kommt, der erste Stellvertreter aus der anderen Kommune kommen.

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Ab den Gemeinderatswahlen 2015 soll es nur mehr die Gemeinde Berg-Rohrbach geben Bildquelle: rohrbach.at

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