Verzicht auf Feuerwerk: Eigenverantwortung und Hausverstand statt „Corona-Party”

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue beginnt traditionell neben den guten Vorsätzen häufig mit einem Feuerwerk. Das Verwenden von Feuerwerksartikeln ist im Pyrotechnikgesetz geregelt. Grundsätzlich besteht in Österreich ein Verbot der Verwendung von Feuerwerken ab der Klasse F2 im Ortsgebiet. Den Bürgermeistern steht es aber frei, bestimmte Teile des Ortsgebietes von diesem Verbot auszunehmen.

Appell: Heuer lieber kein Feuerwerk zu Silvester

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Innenminister Karl Nehammer und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl appellieren: Verzicht auf Feuerwerk zu Silvester schützt die Gesundheit und schont die Umwelt. ©Gemeindebund

Gemeindebundpräsident Alfred Riedl und Innenminister Karl Nehammer appellieren an die Bürgerinnen und Bürger auf Feuerwerke auch außerhalb des Ortsgebietes zu verzichten. „Dieses Jahr stellt auch an den Jahreswechsel und wie wir ihn begehen besondere Anforderungen. Verzichten wir auf Feuerwerke und reduzieren damit Verletzungen. Damit können wir auf einfache Weise dazu beitragen, das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Notaufnahmen zu entlasten“, so Innenminister Karl Nehammer.

In vielen Gemeinden gibt es seit Jahren klare Regeln, bis hin zum generellen Verbot von Feuerwerken im Ortsgebiet zu Silvester. „Den Jahreswechsel verbringen wir dieses Mal im strengen Lockdown. Aus diesem Grund appellieren wir an die Eigenverantwortung und den Hausverstand der Menschen, sich dieses Mal beim Feuerwerk zurückzuhalten. Damit schützen wir unsere Gesundheit und schonen die Umwelt”, betont Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

„Die Polizei wird zum Jahreswechsel verstärkt präsent sein und auch die Einhaltung der Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes überwachen“, so Innenminister Karl Nehammer.

Gesundheitsrisiko, Umweltbelastung und Lärm vermeiden

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Durch die Feuerwerke entstehen viele Tonnen Müll: Gefährlich sind die giftigen Abfälle besonders für Wild- und Nutztiere, aber auch für den Boden und die Gewässer.  ©skatzenberger/fotolia.com

Jedes Jahr kommen neue Gemeinden hinzu, die keine Ausnahmen zu Silvester mehr vorsehen. Dafür gibt es viele Gründe: Einerseits der Lärm, der ein großer Stressfaktor für Wildtiere, Kinder, Ältere, Kranke ist. Die Feinstaub- und Schwermetallbelastung, die in CoV-Zeiten nicht gerade förderlich sein kann, und nicht zuletzt die Umweltbelastung – jährlich verursachen die Feuerwerke bis zu 1.000 Tonnen Müll. Silvesterschäden, wie etwa Sachbeschädigungen und Brände, kosten jährlich mehrere Millionen Euro.

Feuerwerke sind auch nicht CO2-neutral: Der Großteil der Feuerwerkskörper kommt aus China und wird um die halbe Welt verschifft. Dennoch wird das Feuerwerk-Verbot jedes Jahr heftig diskutiert: Viele Gemeinden gehen einen Mittelweg und bitten die Bevölkerung, aus Rücksicht und Eigenverantwortung auf Feuerwerke zu verzichten – das kann oft mehr bewirken, als man denkt.

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