Türkische Gemeinden suchen Partner

Gemeindepartnerschaften haben sich in den letzten Jahrzehnten als probates Mittel zur Völkerverständigung herausgestellt. Auf zwischenmenschlichem Wege lassen sich Vorurteile viel besser abbauen, als über teure Pressearbeit. Zudem kann man damit ganz einfach Land und Leute kennenlernen.

Engere Verknüpfung noch vor dem EU-Beitritt

Im Zuge der Vor-Beitrittshilfe initiiert das türkische Europaministerium nun ein Gemeindepartnerschaftsprogramm mit türkischen Provinzen, das vor allem auf dem Austausch von Knowhow beruhen soll. Gemeinden und Regionen aus der EU können sich in einem ersten Aufruf ihr Interesse an der Teilnahme an diesem Programm bekunden, in einer zweiten Stufe sind bis Ende Jänner 2014 vollständige Bewerbungen abzugeben. Die dritte Stufe bildet eine im Mai 2014 geplante Konferenz in der Türkei, wo potenzielle Partner vorgestellt werden und in Folge ihre konkrete Arbeit aufnehmen sollen.

Partnerschaft mit gegenseitigem Nutzen

Die Partnerschaften, die auch in Zusammenarbeit mit Vereinen, Zivilgesellschaft, Bildungs- und Forschungseinrichtungen angelegt werden können, sollen schwerpunktmäßig folgende Themen behandeln:

  • Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
  • Energiepolitik
  • Verkehrspolitik
  • Umwelt- und Abfallmanagement
  • Regionalpolitik und andere.

Ausgewählte Gemeinden und Regionen werden zur Konferenz im Mai eingeladen, wobei Reise- und Aufenthaltskosten aus dem Programmbudget abgedeckt werden. Auch die Kosten der bilateralen Treffen zwischen Gemeinden und türkischen Provinzen werden über das Programmbudget abgewickelt.

Erste Interessensbekundungen bis 13. Jänner 2014 gefragt!

Falls Ihre Gemeinde Interesse an einer Partnerschaft mit einer türkischen Gemeinde hat, so müssen Sie rasch handeln. Die Frist für die Interessensbekundung läuft bereits am 13. Jänner 2014 ab! Auf der Homepage der Trägerorganisation (siehe Link in der nebenstehenden Box) finden sich weitere Informationen, sowie die nötigen Formulare. Für weitere Fragen steht Ihnen auch das Brüsseler Büro des Österreichischen Gemeindebundes, allen voran Frau Mag. Daniela Fraiß (erreichbar unter der E-Mail-Adresse oegemeindebund@skynet.be, oder unter der Telefonnummer 0032 2 282 0680), zur Verfügung.

Die Türkei nimmt übrigens nicht am Gemeindepartnerschaftsprogramm im Rahmen des EU-Bürgerschaftsprogramms teil. Somit stellt dieses Vor-Beitrittsprogramm die einzige Möglichkeit dar, geförderte Partnerschaften mit türkischen Gemeinden/Provinzen einzugehen.

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