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Leitfaden treibt Inklusion in der Gemeinde voran

Mit dem neuen Leitfaden “Inklusion in Gemeinden” unterstützt die Lebenshilfe Bürgermeister*innen, eigene Aktionspläne zur Umsetzung des Menschenrechts auf Wohnen und auf ein Leben in der Gemeinschaft zu entwickeln.

Wahlmöglichkeit des Wohnortes oft nicht gegeben

In den meisten Gemeinden ist dieses Bild von Inklusion noch nicht Realität. Selbstvertreter*innen und Angehörige der Lebenshilfe fordern daher ihr Recht auf selbstbestimmtes Wohnen und Leben ein. Selbstbestimmt Wohnen bedeutet, sich den Wohnort und die Wohnform selbst aussuchen zu können. Selbstbestimmtes Wohnen heißt auch, dass man frei entscheiden kann, ob man alleine oder mit wem man gemeinsam wohnen möchte. “Für Selbstbestimmung und für die Möglichkeit frei zu entscheiden, braucht es das notwendige Angebot. Das ist bis heute nicht ausreichend bis gar nicht gegeben”, erklärt Markus Neuherz, Generalsekretär der Lebenshilfe Österreich. Zentrale Aspekte für selbstbestimmtes Wohnen sind daher Wahlmöglichkeiten, Sozialraumorientierung, der Zugang zu notwendigen Unterstützungs- und Assistenzleistungen und ein barrierefreies Umfeld.

Inklusion in Gemeinden ist der Schlüssel zur Selbstbestimmung

Länder und Gemeinden sind gefordert, diesbezüglich das entsprechende Umfeld sicherzustellen. “Wir freuen uns, dass es bereits Gemeinden mit eigenen Aktionsplänen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gibt”, zeigt sich Hanna Kamrat, Vizepräsidentin und Selbstvertreterin der Lebenshilfe Österreich optimistisch. “Mit dem Leitfaden ‚Inklusion in Gemeinden‘ möchten wir die Verantwortlichen vor Ort unterstützen, eigene Aktionspläne zu erarbeiten. Ziel ist, die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen.”

Menschen mit Behinderungen gehen aktiv auf Gemeinden zu

Die Lebenshilfe möchte weitere Gemeinden ermutigen, inklusive Maßnahmen und Ziele umzusetzen, richtungsweisend zu agieren und gemeinsam den Weg für eine chancengerechte Zukunft zu ebnen. Die Selbstvertreter*innen der Lebenshilfen in Österreich überreichen daher den Leitfaden für Inklusion in den Gemeinden in den kommenden Wochen und Monaten an zahlreiche Bürgermeister*innen und stehen als Expert*innen in eigener Sache für Fragen rund um das Thema Barrierefreiheit und Inklusion beratend zur Seite.

Die Vision der Lebenshilfe ist, dass alle Menschen in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit anerkannt und wertgeschätzt zusammenleben können. Menschen mit Behinderungen wohnen und leben mitten in der Gemeinschaft – von Anfang an. Kinder mit und ohne Behinderungen besuchen die gleichen Kindergärten und Schulen in ihrer Nachbarschaft. Ausbildung und Beruf finden gemeinsam in inklusiven Betrieben statt. In der Freizeit haben alle die Möglichkeit, in Sportvereinen, Theater- oder Musikgruppen nach ihrer Wahl mitmachen zu können. Das ist Inklusion.

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