Klimawandel-Anpassung: Modellregionen gesucht

6.12.2016 – Neben dem Klimaschutz muss sich Österreich auch schon mit der Anpassung an die Auswirkungen beschäftigen. Das Lebensministerium sucht aus diesem Grund weitere Modellregionen, die Projekte mit Vorbildwirkung entwickeln.

Ausbleibender Schneefall, umgekehrt der heurige späte Frost oder die zahlreichen Unwetter – Als Alpenland reagiert Österreich besonders sensibel auf den Klimawandel. Mit einem Temperaturanstieg von nahezu zwei Grad Celsius seit 1980 schreitet der Klimawandel in Österreich doppelt so schnell voran wie im globalen Mittel. Daher ist Österreich auch besonders von den negativen Folgen betroffen.

Der aktuelle Temperaturanstieg ist die Auswirkung der CO2-Emissionen der letzten 200 Jahre. Um einen weiteren Temperaturanstieg zu vermeiden, gilt es auch jetzt noch, den Ausstoß von Kohlendioxyd zu verringern. Daher sind Maßnahmen gegen den Klimawandel ebenso wichtig, wie die allmähliche Anpassung an die Folgen desselben.

Neue Förderschiene des Lebensministeriums

Mit dem Förderprogramm “Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR!2016)” werden jene Gemeinden und Regionen gefördert, die sich in den nächsten Jahren gezielt und strukturiert mit der Klimawandel-Anpassung auseinandersetzen. Im ersten Schritt geht es um die Erstellung eines regionalen Anpassungskonzepts, in dem für die jeweilige Region Gefahren, aber auch Chancen und konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. In den Folgejahren sollen die Regionen bei der Umsetzung, dem Monitoring und der Evaluierung der gesetzten Maßnahmen unterstützt werden. Dadurch wird den Regionen die Möglichkeit geboten, sich proaktiv und professionell an den Klimawandel anzupassen, um die Schäden zu minimieren und Chancen zu nutzen.

Wie genau das Programm aufgebaut ist, welche Förderhöhe es gibt und wie Förderungen zu anderen Unterstützungen abgegrenzt werden müssen, entnehmen Sie bitte dem zum Download bereitstehenden Leitfaden für das Förderprogramm.

Einreichfrist: 31. März 2017

Die Regionen (beginnend bei zwei bis fünf Gemeinden) werden bei der Erstellung des Antrags inkl. Grobkonzept in Phase 1 von einer fachlichen Einreichberatung sowie im Anschluss bei der Erstellung des Anpassungskonzepts im Jahr 2017 von der Serviceplattform unterstützt (siehe auch Kontaktadressen in den Bundesländern in nebenstehender Box zum Download). Diese Einreichberatung umfasst unter anderem Informationsmaterialen und Hilfe bei inhaltlichen Fragen zu den Themengebieten, Klima, Klimaszenarien, Anpassung und Vermeidung von Fehlanpassungen.

Kontakt zur Einreichberatung:
Umweltbundesamt GbmH
Abteilung Umweltfolgenabschätzung und Klimawandel
Spittelauer Länder 5
1090 Wien
Telefon: 0664/245 75 84
E-Mail: klar(at)umweltbundesamt.at

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Der Klimawandel hat besonders starke Auswirkungen in Österreich. Nur ein Aspekt ist Schneemangel in den Alpen. Das Ministerium bietet nun die Förderung zur Entwicklung einer Anpassungsstrategie. ©Gemeindebund

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