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„Keine leichtfertige Entscheidung“

Bereits 2004 trat Werner Gutzwar das Amt des Bürgermeisters von Fürstenfeld in der Steiermark an. Mit 31. Oktober 2018 verlässt er nun den Chefsessel der Stadtgemeinde und kehrt nach 18 Jahren in der Kommunalpolitik in seinen Beruf als Polizeibeamter zurück.

Von der Landjugend in die Kommunalpolitik

Der geborene Grazer wuchs in Fürstenfeld auf und machte seine ersten gesellschaftspolitischen Erfahrungen bereits mit 17 Jahren als Obmann der heimischen Landjugend. Nach seiner Ausbildung zum Gendarmeriebeamten absolvierte er seine Dienstjahre in der Personalvertretung. Bereits damals habe es ihm großen Spaß gemacht, Herausforderungen anzunehmen sowie Aufgaben zu erfüllen und diese ans Ziel zu bringen.

2000 stieg Gutzwar schließlich in die Kommunalpolitik als Finanzstadtrat von Fürstenfeld ein. 2004 wurde er vom damaligen Bürgermeister Dr. Günter Höllerl für die Nachfolge nominiert und zum Bürgermeister gewählt, dessen Amt er 14 Jahre ausführen sollte. „Meine Bereitschaft und mein Wille zum Gestalten waren wohl die Voraussetzungen für meinen weiteren Weg und die nachfolgenden drei Gemeinderats- und Bürgermeisterperioden“, ist sich Gutzwar heute sicher.

Verbindung von Lebensqualität und Wirtschaftswachstum

In den vergangenen 14 Jahren wurde viel in der Stadtgemeinde erreicht: „Mein grundsätzliches Ziel war es, Fürstenfeld in jeder Hinsicht fit für die Zukunft zu machen, die Stadt neu zu positionieren und nachhaltig in allen maßgeblichen Lebensbereichen zu entwickeln.“ Beispielsweise wurden neue Bildungseinrichtungen wie die HTL oder die Lehrgangs-Universität geschaffen und alle übrigen Schulen und Kindergärten umfassend saniert. Das Betreuungsangebot für Kinder und Senioren wurde markant ausgeweitet und die ärztliche Versorgung durch den Ausbau nachhaltig gesichert. Mit der Errichtung eines Festungsweges wurde überdies zu den bestehenden historischen Sehenswürdigkeiten ein weiterer touristischer Anziehungspunkt geschaffen. Schlussendlich werden in Zukunft mit dem Bau der Schnellstraße am Fürstenfelder Knoten neue, wirtschaftlich nachhaltige Dynamiken entstehen.

Spagat zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen meistern

Gutzwar habe stets eine überparteiliche Politik für die Stadt an der Seite der Menschen betrieben. Als Bürgermeister stehe man oft im Zwischenbereich von unterschiedlichen Bedürfnissen, wo der Spagat zwischen den jeweiligen Interessen gespannt und Lösungen angeboten werden müssen. Grundvoraussetzung für das Bürgermeisteramt sei laut ihm die Begeisterung für den Job: „Sachwissen, Kommunikationsbereitschaft, Lösungskompetenz, Handschlagqualität und auch ein Quäntchen politischer Instinkt sind sozusagen die elementaren Voraussetzungen für diesen Job.“ Entscheidend sei allerdings auch ein motiviertes Team im Rücken, welches ihm stets tatkräftig zu Seite stand und wofür er heute sehr dankbar ist.

„Private und keine leichtfertige Entscheidung“

Am 31. Oktober 2018 wird Werner Gutzwar offiziell aus dem Amt scheiden. „Es war eine private und keine leichtfertige Entscheidung. Nach 18 intensiven Jahren in der Stadtpolitik ist es an der Zeit, das Amt in neue Hände zu geben. Die hundert Prozent, die ich in meiner Amtszeit stets zu geben versucht habe, waren geprägt vom Willen und von der Freude, ganz für unsere Stadt und persönlich für die Menschen da zu sein, zuzuhören, umzusetzen und vorauszuplanen. Ich war mit ganzem Herzen Bürgermeister und habe die Basis – die Menschen – nie aus den Augen verloren“, reflektiert er über die vergangenen Jahre.

In Zukunft will der 55-Jährige wieder in seinen Beruf als Polizeibeamter und Kommandant zurückkehren. Außerdem will er die gewonnene Zeit mit seiner Familie und seiner Partnerin genießen. „Alles Weitere wird sich dann weisen.“

Vize Jost als Nachfolger nominiert

Als Nachfolger steht bereits der derzeitige Vizebürgermeister Franz Jost fest. „Mit seinem Gestaltungswillen, seinem politischen Engagement, seiner wirtschaftlichen Kompetenz und seiner Begeisterung für Fürstenfeld ist Franz Jost eine gute Besetzung für diese verantwortungsvolle Position“, erklärt das scheidende Stadtoberhaupt.




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