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EU-Umfrage: 80 Prozent für Ende der Zeitumstellung

Der Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst könnte es bald an den Kragen gehen. Bei der jüngst abgeschlossenen Umfrage haben 4,6 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Das Ergebnis fiel deutlich aus: Mehr als 80 Prozent haben sich für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Nun ist die EU-Kommission am Zug.

Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer an der EU-Umfrage sind für das Ende der Sommerzeit, also für ein Ende der alljährlichen Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst. Die Berichte der „Westfalenpost“ und der „Berliner Morgenpost“ stützen sich auf „gut unterrichtete Kreise in Brüssel“.

Sommerzeit ist beliebter

In der Befragung konnte angegeben werden, ob man die Umstellung weiterhin wünscht oder für eine Abschaffung plädiert. Weiters konnte man ankreuzen, ob im letzten Fall lieber die Sommer- oder die Winterzeit gelten solle. Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) soll sich hierbei die Mehrheit für die ganzjährige Beibehaltung der Sommerzeit ausgesprochen haben.

Zwei Drittel der Teilnehmer aus Deutschland

Zahlen, die die Berichte der deutschen Zeitungen nennen, lassen allerdings darauf schließen, dass die Ergebnisse nicht für ganz Europa repräsentativ sind. Demnach sollen an der Online-Befragung 4,6 Millionen Menschen teilgenommen haben, was lediglich einen Prozent der gesamten EU-Bevölkerung ausmacht. Darüber hinaus seien davon alleine 3 Millionen – also zwei Drittel – aus Deutschland.

Kein Kommentar aus Brüssel

Noch keine Äußerungen zu den in den Medien veröffentlichten Zahlen gab es seitens der EU-Kommission in Brüssel. Man wolle die Ergebnisse zuerst detailliert aufbereiten und nach dem Abstimmungsverhalten in den Mitgliedsstaaten veröffentlichen. Antworten seien aus allen 28 Ländern gekommen.

Nach Aufforderung des Europaparlaments wird derzeit geprüft, wie es mit der im EU-Recht geregelten Zeitumstellung weitergehen soll. Die Online-Umfrage sollte nach Darstellung der Kommission ausdrücklich kein Referendum sein oder den alleinigen Ausschlag geben, sondern lediglich zur Meinungsbildung der Kommission beitragen.

Zeitumstellung sei „historisches Relikt“

Das Wirtschaftsministerium sprach sich bereits früher für die ständige Beibehaltung der Sommerzeit aus. Die Zeitumstellung sei ein „historisches Relikt ohne praktischen Nutzen für die Wirtschaft und die Bevölkerung“, kritisierte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

In Österreich wurde sie übrigens 1980 eingeführt. Nach der Ölkrise in den 1970er Jahren erhofften sich die Regierungen dadurch Energieeinsparungen. Erst seit 1996 stellen alle Bürger der EU die Uhren einheitlich am letzten Sonntag im März eine Stunde vor bzw. am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück.




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