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Digitale Revolution auf den heimischen Straßen

E-Mobilität, selbstfahrende Autos und Kühlung von Fußwegen – die Digitalisierung breitet sich auch auf den Straßen aus. Dabei soll sich die Bevölkerung aber immer noch sicher und wohl fühlen. Über das gesamte zukünftige Angebot von “Smart Streets” wurden 450 Opinion Leader befragt. Das Ergebnis ist auch für Gemeinden vielversprechend.

Die Digitalisierung macht vor nichts und niemandem Halt und zu dem Hype um die Smart Cities kommt jener um die “Smart Streets” dazu. Aber was halten mobilitätsaffine Personen von den aktuellen Entwicklungen in Sachen “intelligente Straße”? Der Verein “Smart Safe & Green Mobility” (SSGM) hat 450 sogenannte Opinion Leader befragt, die unterschiedliche technische Einrichtungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur bewerteten.

Der intelligente Lichtmast: Nur eine der vielen digitalen Einrichtungen der Smart Street. ©Johann Perger, Fonatsch GmbH
Der intelligente Lichtmast: Nur eine der vielen digitalen Einrichtungen der Smart Street. ©Johann Perger, Fonatsch GmbH

Bewährtes besonders beliebt

Die befragten Personen – allesamt Menschen mittleren Alters, hoch mobil und beruflich oder privat mit den Themen IT, Technik, Infrastruktur und Mobilität beschäftigt – beurteilten vor allem solche Maßnahmen als äußerst positiv, die sich bereits im Verkehr bewährt haben. Dazu zählen zum Beispiel die bedarfsgerechte Schaltung von Ampeln und Straßenbeleuchtung, öffentliche E-Ladestationen und die elektronische Anzeige freier Parkplätze.

Den zweiten Platz am Stockerl ergatterten Einrichtungen wie Photovoltaik-Stromerzeugung am Mast, Video-Überwachung, Unterstützung für autonomes Fahren und freies WLAN. Weniger gut bewertet wurde die Kühlung von Fußwegen bei großer Hitze. Bei den Ergebnissen der Umfrage fällt auf, dass weitgehend bekanntes eher positiv beurteilt wird als neue, oder noch relativ unbekannte Einrichtungen. Laut Umfragen sind aber auch letztere nicht ganz unwillkommen.

v.l.n.r.: Dr. Walter Leiss, Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes, Mag. Wolfgang Lusak, Marie-Luise Fonatsch (Fonatsch GmbH), SSGM-Präsident Ing. Alexander Meissner © SSGM
v.l.n.r.: Dr. Walter Leiss, Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes, Mag. Wolfgang Lusak, Marie-Luise Fonatsch (Fonatsch GmbH), SSGM-Präsident Ing. Alexander Meissner © SSGM

Ausbau öffentlichen Verkehrs an erster Stelle

Neben den technischen Einrichtungen im Straßenverkehr konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage auch mögliche Mobilitätsentwicklungen einschätzen. Dabei zeigte sich, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die E-Mobilität auf der Notenskala besonders hoch eingestuft wurden. Beliebt ist auch die Infrastruktur für autonom fahrende Fahrzeuge, die in Österreich noch nicht erlaubt sind. Die Opinion Leader fanden auch, dass Flächen für den Individual-Verkehr in Zukunft reduziert werden sollen. Nur neue Mobilitätsformen wie Flugtaxis und Drohnen erhielten eine unterdurchschnittliche Note.

Insgesamt sahen fast 90 Prozent der befragten Opinion Leader die Digitalisierung der Straße positiv bis eher positiv und nur etwas mehr als ein Zehntel finden sie eher negativ. Gar ein Prozent der Teilnehmer waren mit der Entwicklung überhaupt nicht einverstanden. Die Auftraggeber der Umfrage interpretieren das Ergebnis als ermutigenden Anstoß für die beabsichtigten Smart Street-Vorhaben. Schließlich erwarteten sich knapp zwei Drittel der Befragten, dass man in fünf bis zehn Jahren in Österreich auf digitalisierten Straßen fahren wird.

Gemeindebund unterstützt umweltfreundliche Digitalisierung

Der SSGM möchte in zehn Jahren zu den führenden Smart City/Region-Experten Europas gehören, und mit innovativen Vorhaben die Lebensqualität der Bevölkerung steigern. Auch der Österreichische Gemeindebund sieht die Entwicklung positiv. “Ich unterstütze alle Kommunen in ihren Bestrebungen ihren Bürgern, Betrieben und Touristen eine Straßen-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, welche die Digitalisierung und den Umweltschutz berücksichtigt und vor allem den Menschen ein sicheres und flottes Weiterkommen auf den Straßen ermöglicht, gleich ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Autos, Rädern, Scootern oder zu Fuß”, erklärt Alfred Riedl, der Präsident des Gemeindebundes.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage finden Sie nebenstehend zum Download.




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