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Ewald Lindinger: Beförderung mit 61

Der knapp 6.000 Einwohner zählende Ort Micheldorf im oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf an der Krems hat seit Jahresbeginn keinen ordentlich gewählten Bürgermeister. Ewald Lindinger ist von seinem langjährigen Amt am 8. Jänner 2018 zurückgetreten. Vizebürgermeister Horst Hufnagl leitet die Gemeinde bis zu den Neuwahlen am 22. April 2018 interimistisch.

Vizepräsident des Bundesrates

Grund dafür ist ein neues Amt, das der 61-Jährige seit Jahresbeginn inne hat. Er ist Vizepräsident des Bundesrates und das kostet Kraft und Energie, die Lindinger nun nicht mehr als Ortschef von Micheldorf aufbringen kann. 27 Jahre war er im Amt und zählt damit zu den dienstältesten Bürgermeistern im Bundesland. „Natürlich hat man nach so einer langen Zeit eine tiefe Verbundenheit, sowohl zum Ort als auch zu den Bewohnern“, sagt der dreifache Familienvater. Trotzdem freue er sich auf kommende Herausforderungen und tritt motiviert seine neue Aufgabe an.

Die Liste der Ämter, die er bekleidet hat ist lang: seit 2003 ist er mit einer Unterbrechung Mitglied des Bundesrates, von 1997 bis 2003 und von 2007 bis 2009 war er Abgeordneter des Oberösterreichischen Landtages. Für dieses Engagement erhielt der SPÖ-Politiker auch das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Zahlreiche Projekte umgesetzt

Sein Einstieg in die Kommunalpolitik geht lange zurück, seit 1979 ist er Mitglied des Gemeinderates: „Ich hab immer auf Konsens geachtet, das war mir wichtig“, beschreibt der ÖBB-Mitarbeiter im Ruhestand seinen Grundsatz.

In seiner mehrere Jahrzehnte dauernden Amtszeit konnten zahlreiche Projekte in der Marktgemeinde verwirklicht werden, am meisten stolz ist der ehemalige Bürgermeister dabei auf die Umfahrung und den Vollausbau der Pyhrnautobahn. Außerdem wurden Musikheime errichtet bzw. saniert, die Kinderbetreuung ausgebaut, ein Jugendzentrum sowie Jugendtaxi eingeführt und das Gemeindeamt neugebaut.

Platz machen für die neue Generation

Aber nicht nur er hat viel für das Amt getan, es war auch umgekehrt: „Man lernt als Bürgermeister ständig dazu und gewinnt am Ende auch noch neue Freunde“, erzählt Lindinger von seinen kommunalen Erfahrungen.

Wenn er jetzt Platz macht für seinen Nachfolger tut er das mit einer positiven Einstellung. Die neue Generation soll schließlich auch zeigen was sie kann „und ich hab mehr Zeit für meine sieben Enkelkinder“, so Lindinger.




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