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Umfrage: Pragmatischer Umgang mit Flüchtlingen

Eine SORA-Umfrage zeigt, dass die Bürgermeister auch zwei Jahre nach der großen Flüchlingswelle mit dem Thema eher pragmatisch umgehen. Auftraggeber der Umfrage war die Allianz Menschen.Würde.Österreich.

Auf Gemeindeebene wird die Aufnahme von Flüchtlingen positiver bewertet als auf den anderen Ebenen.
Auf Gemeindeebene wird die Aufnahme von Flüchtlingen positiver bewertet als auf den anderen Ebenen.

Die große Flüchtlingswelle ist vorbei, doch wie gehen die Gemeinden heute mit dem Thema um? Das wurde im Zuge einer im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SORA genauer analysiert. In Auftrag gegeben wurde die Umfrage, an der 340 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen österreichweit teilnahmen, von der Allianz Menschen.Würde.Österreich, die Maßnahmen in der Integrationsarbeit forcieren will.

Das ehrenamtliche Engagement hat seit 2016 abgenommen.
Das ehrenamtliche Engagement hat seit 2016 abgenommen.

Laut SORA-Chef Günther Ogris hängt der Blick auf die Integration vom direkten Kontakt zu den Flüchtlingen ab – je kleiner die Einheit, desto positiver der Umgang mit dem Thema, fasste er zusammen. Initiator Christian Konrad: „Bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern bestimmt ein gelassener Pragmatismus Denken und Tun – nicht aufgeregter Populismus.“

Positives Resümee für geleistete kommunale Integrationsarbeit

So sieht die Mehrheit der befragten Politiker die Hilfe für Asylwerber in den Kommunen als gut gelungen an – anders als landes- oder vor allem bundesweit. Auch die Vorteile der Aufnahme überwiegen für die meisten, vor allem Bürgermeister kleinerer Gemeinden hoffen auf den Verbleib der Geflüchteten. Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl bedauerte allerdings, dass die meisten Flüchtlinge nach Abschluss ihres Verfahrens in Ballungsräume übersiedelten.

Bürgermeister sehen Handlungsbedarf vor allem bei der Dauer der Asylverfahren und bei der Arbeitserlaubnis.
Bürgermeister sehen Handlungsbedarf vor allem bei der Dauer der Asylverfahren und bei der Arbeitserlaubnis.

Auch die Einstellung der Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen habe sich während der vergangenen Jahre verbessert, finden die Bürgermeister laut Umfrage. In kleinen Gemeinden stärker als in großen. „Wir haben gesehen, dass die Begegnung einfach Angst nimmt“, meinte Riedl dazu. Kritik gab es von Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger an Kürzungen der Regierung bei Integrationsmaßnahmen. Dies bleibe letztlich an den Kommunen hängen.




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