Steiermark fördert Photovoltaik auf Gebäuden mit 50 Prozent

Das Land Steiermark will der Bodenversiegelung den Kampf ansagen und gleichzeitig erneuerbare Energie ausbauen: Daher werden innovative Photovoltaikanlagen nun besonders gefördert. “Innovativ” bedeutet etwa, dass Flächen doppelt effizient genutzt werden und die Anlagen auf bereits bebauten Flächen errichtet werden, zum Beispiel an Gebäudefassaden oder als Überdachung eines bestehenden Parkplatzes. Die nachträgliche Errichtung solcher Anlagen ist aufwändig und teuer, daher fördert das Land Steiermark diese nun mit einem Anteil von 50 Prozent.

Gefördert werden beispielsweise:

  • Bauwerksintegrierte Photovoltaikanlagen, die zusätzlich Aufgaben eines Bauelements übernehmen
  • Photovoltaikanlagen mit farbigen Modulen, deren Ausführung eine Errichtung in Bereichen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes sowie in Altstadtschutzzonen von Graz ermöglichen
  • Anlagen mit Hybridkollektoren (PVT), die Solarthermie und PV kombinieren und so eine höhere Energieeffizienz erreichen
  • Photovoltaikanlagen auf befestigten Betriebsflächen bzw. PV-Überdachungen (z.B. größere Carports, Parkraumüberdachungen) sowie auf Straßen- bzw. Schienenverkehrsanlagen oder Verkehrsrandflächen, Abbauflächen, Halden und Deponien
  • Agrar-PV Anlagen, die bereits landwirtschaftlich genutzte Flächen einer Doppelnutzung zuführen – Voraussetzung dafür ist, dass die Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann.
  • Schwimmende Photovoltaikanlagen auf ruhigen Wasserflächen wie beispielsweise künstlichen Teichen (Floating PV)

Durch die Förderung von neuen und innovativen Modellen werden Freiflächen geschützt und die Energiewende vorangetrieben. Insgesamt ist ein Fördertopf in der Höhe von einer Million Euro vorgesehen.

(Quelle: Land Steiermark)

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Eva Schubert

Eva Schubert

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