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Mai-Vorschüsse leicht im Plus

Nach dem deutlichen Minus im April, klettern die Mai-Vorschüsse mit österreichweit 2,3% leicht ins Plus.

Nach dem Hoch im März (+35%) aufgrund des Gemeindepakets II und der „Normalität“ im April (-18%) klettern die Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Gemeinden im Mai verglichen mit dem Mai 2020 auf österreichweit plus 2,3 Prozent. Die Hauptgründe für das leichte Plus des Aufkommens der gemeinschaftlichen Bundesabgaben vom März 2021 (relevant für die Mai-Vorschüsse) gegenüber dem März 2020 sind eine stabile Lohnsteuer (+3,6%) und eine deutlich verbesserte Körperschaftsteuer, während die Umsatzsteuer (-14,4%) weiterhin stark von der Corona-Krise erfasst ist.

Oberösterreich als einziges Bundesland leicht im Minus

Wie gewohnt führt die monats- und bundesländerweise unterschiedliche Dynamik des Aufkommens der weiterhin starken Grunderwerbsteuer (die zu rund 94% dem jeweiligen Landestopf der Gemeindeertragsanteile zukommt und im März-2021-Aufkommen um rund 9% zulegte) zu teils deutlichen länderweisen Unterschieden bei den monatlichen Vorschüssen. Während das Grunderwerbsteueraufkommen im März 2021 in Kärnten gegenüber dem März 2020 um zwei Drittel zulegte, ging es in Oberösterreich sogar leicht zurück. Dementsprechend verzeichnen diesmal die Kärntner Gemeinden mit +8,5% den mit Abstand größten Zuwachs, während die Mai-2021-Vorschüsse der oberösterreichischen Gemeinden im Vergleich mit dem Mai 2020 bei -0,1% stagnieren.

Mit Zuversicht dürfen aber alle Gemeinden auf den Vorschussmonat Juni blicken, der aufgrund des Gemeindepakets II des Bundes wieder zweistellig positiv ausfallen wird.

 

Konrad Gschwandtner

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