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Kommunaler Zukunftsbericht: “Jede Krise ist auch eine Chance”

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Presseclub Concordia präsentierte der Österreichische Gemeindebund den 10. “Kommunalen Zukunftsbericht”. Über das Motto des Zukunftsberichtes 2021, „Von der Gesundheitskrise zur Gesellschaftskrise“, diskutierten AMS-Chef Johannes Kopf, Zukunftsforscher Daniel Dettling, ORF-Meteorologe Marcus Wadsak und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl mit der Chefredakteurin der Regionalmedien Austria Maria Jelenko-Benedikt.

“Die Gemeinden haben viel zu schultern. Vom Ankurbeln der lokalen Wirtschaft über die Kinderbetreuung bis hin zur Daseinsvorsorge übernehmen die lokalen Institutionen viele staatstragende Aufgaben. In den letzten zwei Jahren haben wir auch gesehen: Jede Krise ist eine Chance. In unserem “Kommunalen Zukunftsbericht” reflektieren Fachleute über die Herausforderungen unserer Zeit und innovative Lösungsansätze der Zukunft. Das soll uns Gemeindevertreterinnen und –vertreter in unserer täglichen Arbeit helfen”, so Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl.

AMS-Chef Johannes Kopf betonte bei der Präsentation des “Kommunalen Zukunftsberichtes” die überraschend positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und lobte die Flexibilisierung in vielen Berufsbranchen. Telearbeit und Co. seien, so Kopf, eine große Chance, den ländlichen Raum zu attraktivieren. „Voraussetzung für eine effiziente Umstellung auf Telearbeit ist auch ein digitales Grundverständnis. Daher müssen wir schauen, digitale Schulungen an die Leute zu bringen“, ergänzte Kopf. Zukunftsforscher Daniel Dettling wies auf die Ergebnisse einer deutschen Studie hin, die zeigt: Immer mehr Menschen wünschen sich den ländlichen Raum als Wohnort. Als Erfolgsrezept, diesen Trend aufrecht zu erhalten, nennt er innovative, engagierte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Dettling betonte außerdem: „Stadt und Land brauchen einander. Für eine gesunde Entwicklung auf beiden Seiten braucht es einen gemeinsamen Willen zur Kooperation.“

ORF-Meteorologe und Autor Marcus Wadsak warnte vor der rasenden Erderwärmung. Während die Nationalstaaten in Glasgow diskutieren, warten die Gemeinden nicht auf den Befehl von oben. „Die Helden von heute haben ihren Blick in der Zukunft. Die Gemeinden beweisen schon seit Jahren mit vielen aktiven Initiativen zum Klimaschutz, dass sie Innovatoren und Pioniere in Sachen Nachhaltigkeit sind“, lobte Wadsak. Die Diskutanten waren sich einig, dass in Sachen Mobilität der größte Nachholbedarf besteht. Gemeindebund-Präsident Riedl ergänzte: “Es braucht alle drei Ebenen, die groben Linien und den notwendigen Rahmen, damit die lokale Ebene sich weiterhin bewusst und krisensicher entwickeln und neu erfinden kann.” Die ganze Podiumsdiskussion finden Sie unter gemeindebund.at/zukunftsbericht-2021 zur Nachschau.

Neben Marcus Wadsak zählen zu den renommierten Autorinnen und Autoren des “Kommunalen Zukunftsberichtes” 2021 unter anderem Arbeitsminister Martin Kocher, Kommunalkredit-Chef Bernd Fislage, Ökonomin Margit Schratzenstaller-Altzinger, Genetiker Markus Hengstschläger, AIT-Abteilungsleiter Nikolas Neubert und Kurier-Journalist Martin Gebhart.

Der „Kommunale Zukunftsbericht“ ist ein offener publizistischer Think-Tank, der wesentlichen Zukunftsfragen für Gemeinden eine Plattform bietet. Expertinnen und Experten unterschiedlicher Bereiche kommen darin zu einer der größten Herausforderungen unserer Zeit – der Covid-19-Pandemie und ihren Folgen – zu Wort. Die spannenden Beiträge mit vielen verschiedenen Sichtweisen und unterschiedlichen Aspekten verbindet der Bezug zu den Gemeinden.

Die einzelnen Beiträge finden Sie unter gemeindebund.at/zukunftsbericht-2021. Auch alle bisher erschienenen Berichte können Sie auf der Webseite des Österreichischen Gemeindebundes unter gemeindebund.at/kommunaler-zukunftsbericht kostenlos herunterladen.

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