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HABEN SIE FRAGEN ZU ÖSTERREICHS GEMEINDEN?

Gemeinden vermissen klare Anweisungen

Fast 700 Gemeindevertreterinnen und -vertreter äußerten sich bei einer Umfrage des Kommunal-Magazins zu den Maßnahmen und Zuständen während der Corona-Krise.

Die Zufriedenheit mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung unter den Gemeinden ist groß: Das ergab eine Umfrage des Kommunal-Magazins, die die Stimmungslage der Gemeinden in der aktuellen Krise erhoben hat. Mehr als 80 Prozent der Befragten stimmten den bundesweiten Maßnahmen zu. Die Länder schneiden hier mit einer 60-prozentigen Zustimmung etwas schlechter ab. Diese hohen Werte variieren allerdings je nach Bundesland und Gemeindegröße.

Über die Hälfte der Teilnehmenden sind sogar sehr zufrieden mit den Maßnahmen der Bundesregierung. ©Kommunalverlag
Über die Hälfte der Teilnehmenden sind sogar sehr zufrieden mit den Maßnahmen der Bundesregierung. ©Kommunalverlag

Klare Handlungsanweisungen fehlen

Ebenso eindeutig fällt die Antwort auf die Frage aus, welche Möglichkeiten der Unterstützung für die Gemeinden wichtig wären. Hier geben knapp 70 Prozent der Befragten an, dass klare Handlungsanweisungen und Vorlagen, wie Auflagen zu erfüllen seien, fehlen. Gerade das wäre besonders wichtig. Und 50 Prozent wünschen sich einen besseren Informationsfluss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Diese Frage ist besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Bekanntgabe der infizierten Personen in einer Gemeinde interessant.

Ruf nach Breitbandausbau

Besonders wichtig in Zeiten des Homeoffice: 25 Prozent der Gemeinden sind mit der Breitbandanbindung wenig bis gar nicht zufrieden. Hier deutet sich für die öffentliche Hand nach der Krise ein großer Handlungs- und Investitionsbedarf an. Ein Lob geht aber an die Bevölkerung: 86 Prozent der Befragten sind mit dem Verständnis der Bürgerinnen und Bürger mit den Maßnahmen im Kampf gegen Corona zufrieden, aber knapp 35 Prozent orten Probleme mit dem Ausgehverbot.

An der Umfrage haben 644 Personen aus österreichischen Gemeinden teilgenommen, davon mehr als 20 Prozent Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und zehn Prozent Amtsleiterinnen und Amtsleiter.

Die komplette Umfrage sowie mehr Informationen und Grafiken finden Sie auf der Kommunal-Homepage.




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