Ertragsanteile-Vorschüsse: Auf und Ab auch im Oktober

23.9.2015 – Nach dem Null-Wachstum im September führen u.a. verrechnungstechnische Gründe zu fast zweistelligem Zuwachs der Oktober-Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Gemeinden ohne Wien.

Lagen die September-Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Gemeinden ohne Wien gerade einmal 0,2 Prozent über jenen des Vorjahres (Wien +0,4 Prozent), so zeigt sich bei den aktuellen Oktober-Vorschüssen mit +9,7% Prozent bei den Gemeinden ohne Wien und + 11 Prozent in der Bundeshauptstadt ein ganz anderes Bild. Für dieses Auf und Ab zeichnet auf der einen Seite die Verrechnungstechnik verantwortlich, so wurde etwa ein großer Teil der Energieabgabe- und der Umsatzsteuereinnahmen nicht im Juli-, sondern erst im August-Aufkommen berücksichtigt. Auf der anderen Seite hat sich das den Oktober-Vorschüssen zugrundeliegende August-Aufkommen vor allem im Bereich der Einkommen- und Vermögenssteuern (LSt., KöSt, KESt) sehr dynamisch entwickelt.

Obwohl das Aufkommen an Grunderwerbsteuer – diese wird nach dem örtlichen Aufkommen zu Ländertöpfen zusammengefasst und dann weitgehend nach dem abgestuften Bevölkerungsschlüssel (aBS) wieder auf die einzelnen Gemeinden verteilt – weiterhin starke Zuwächse (+40% bundesweit gegenüber dem August-Aufkommen 2014) verzeichnet, fallen die länderweisen Unterschiede bei den Vorschüssen dieses Mal relativ gering aus. Zum einen, weil die länderweisen GreSt-Zuwächse keine übergroßen Unterschiede aufweisen und zum anderen weil die unterschiedlichen Zuwächse bei den länderweisen Vorschüssen in Relation zum teils zweistelligen Ergebnis weniger groß wirken als sonst. Die stärksten Zuwächse der Oktober-Vorschüsse finden sich sohin mit  +11,0 Prozent bei den Tiroler Gemeinden, die schwächsten (+9,1 Prozent) bei den steirischen.

Vergleich_Oesterreich_Oktober_2014_und_2015

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