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Erste Bürgermeisterin der Gemeinde

Mit 11,3 Prozent ist Niederösterreich Spitzenreiter, was den Anteil an Bürgermeisterinnen im Bundesland angeht. Auch die 2.000-Einwohner-Gemeinde Yspertal hat seit 1. Juni 2018 eine neue Ortschefin. Veronika Schroll folgte auf Karl Moser, der nach über 30 Jahren an der Spitze sein Amt zurücklegte.

Erste Bürgermeisterin der Gemeinde

Erstmals in der Geschichte der Gemeinde hat nun eine Frau das Amt des Bürgermeisters inne. Für Veronika Schroll sei dies jedoch nichts Außergewöhnliches, wie sie am 12. Juli 2018 gegenüber „Tips“ erklärt: „Wir haben dann gewonnen, wenn man das nicht mehr betonen muss. Es sollte ja eigentlich völlig egal sein, ob es ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin ist.“

Schon früh selbstständig

Veronika Schroll wuchs in Yspertal auf einem Bauernhof auf und absolvierte die Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Sitzenberg-Reidling. Kurz nach ihrem Abschluss verstarb ihre Mutter und somit musste sie schon früh für sich und ihre neun- und elfjährigen Schwestern sorgen. „Diese große Verantwortung kurz nach meiner Matura zu übernehmen hat mich mit Sicherheit geprägt. Herausforderungen aktiv anzunehmen ist die eine Seite, Selbstwirksamkeit und Erfolg des eigenen Tuns zu spüren, die wunderschöne zweite Seite des Lebens“, erklärt sie. Heute ist sie Mutter von drei erwachsenen Kindern und betreibt zusammen mit ihrem Ehemann den Biobauernhof Prannleithen.

Seit 2000 in der Politik engagiert

Bereits seit dem Jahr 2000 ist Schroll in der Kommunalpolitik tätig. Damals wurde sie gefragt, ob sie denn nicht für den Gemeinderat kandidieren wolle und wurde auf Anhieb hineingewählt. Die Zeit im Gemeinderat und später als Vizebürgermeisterin war auch ausschlaggebend für ihre Kandidatur als Bürgermeisterin: „Mein 18-jähriges Engagement in der Gemeindepolitik hat mich sehr mit meiner Heimatgemeinde und ihren Menschen verbunden. In der Funktion der Bürgermeisterin spürt man unmittelbar die Auswirkungen meiner Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger.“ Dabei betont sie auch: „Projekte zu entwickeln und voranzutreiben ist eine fordernde, aber auch schöne Aufgabe.“

„Familien sind die Zukunft einer Gemeinde“

Für die dreifache Mutter hat die Kleinkindbetreuung in der Gemeinde hohe Priorität: „Familien sind die Zukunft einer Gemeinde, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie daher von großer Bedeutung“, betont sie. Darüber hinaus will sich Schroll in Zukunft für die Mobilisierung von Bauland einsetzen. Gleichzeitig wolle sie aber auch die Belebung nicht genützter Wohnbauten vorantreiben. Um die Wasserversorgung in der wachsenden Gemeinde auch in Zukunft sicherstellen zu können, wird außerdem bereits intensiv an der Erschließung weiterer Quellen gearbeitet. Darüber hinaus werden die Bereiche Ortsbildgestaltung und touristisches Marketing in den kommenden Jahren zu ihren Schwerpunkten zählen.

Mit und für die Menschen die Zukunft gestalten

Nach diesem Motto sollte laut Veronika Schroll ein Bürgermeister sein Amt ausführen. Neben Einfühlungsvermögen für die Anliegen der Bürger auf der einen Seite sollte man auf der anderen Seite auch den Umsetzungswillen dafür beweisen. Das Stichwort „gestalten“ nimmt Schroll beim Wort und somit sind für sie auch Kreativität und ein gewisser Weitblick wichtige Qualifikationen. Natürlich sollte das Gemeindeoberhaupt auch teamfähig sein, um durch die Zusammenarbeit eine bestmögliche Umsetzung zu gewährleisten.

Ausgebildete Kommunalmanagerin

Durch die jahrelangen Tätigkeiten im Gemeinderat und als Vizebürgermeisterin kann Schroll auf eine Bandbreite an Erfahrungen und nötigem Know-how zurückgreifen und weiß, worauf es in der Gemeinde ankommt. 2012 schloss sie außerdem die Ausbildung zur Kommunalmanagerin mit einem Diplom ab. Zu ihren weiteren Stärken zählt sie Teamfähigkeit, Offenheit für Neues und ein vernetztes Denken, die sie in ihre zukünftige Amtszeit miteinfließen lassen will.




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