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Ehrenkreuz erster Klasse für Franz Oswald

Der frühere Leiter der Presseabteilung des niederösterreichischen Landeshauptmanns und erfahrene Autor im Kommunal sowie in der NÖ-Gemeinde, Franz Oswald, erhielt das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse.

Es hätte kein passenderer Ort für die Übergabe des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst erster Klasse am 4. Juli 2018 an Franz Oswald gefunden werden können, als das historisch bedeutende Palais Niederösterreich im Herzen von Wien. Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl hielt die Laudatio auf den einstigen Pressemann dreier Landeshauptleute.

Treuer Begleiter der Gemeindevertreter

Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Zeitungswissenschaften führte ihn sein beruflicher Weg recht bald in die Presseabteilung des NÖ Landesdienstes. Von 1976 bis 1990 war er stellvertretender Chefredakteur und bis zu seiner Pensionierung Chefredakteur und Leiter der Presseabteilung. In dieser Funktion hat er mit Andreas Maurer, Siegfried Ludwig und Erwin Pröll zusammengearbeitet.Im Jahr 1995 wurde ihm bereits der Berufstitel Professor vom Bundespräsidenten verliehen.

Zusätzlich zu seinen beruflichen Aufgaben hat er von 1973 bis 2000 die Presseaktivitäten des NÖ Gemeindevertreterverbandes übernommen. Bis heute ist er in der redaktionellen Arbeit im NÖ-Gemeinde-Magazin und im Kommunal-Magazin aktiv.

Riedl: „Unbestechlicher Kommentator und Kritiker“

Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl lobte in seiner Rede die Herangehensweise des heute 78-Jährigen: „Für alle warst und bist du immer ein geschätzter Wegbegleiter und ein unbestechlicher Kommentator und Kritiker.“ Das Ehrenkreuz bekommt er aber nicht nur für seine Presseabeit, sondern vor allem für sein wissenschaftliches Wirken der letzten Jahre. Der Bogen seiner Werke spannt sich von der Römerzeit mit dem Schwerpunkt Carnuntum über die Ära der Babenberger hin zu der Zeit der frühen Habsburger. Außerdem setzte er sich mit der Geschichte der Protestanten in Niederösterreich auseinander. Ein besonderes Thema war für ihn auch die erste urkundliche Nennung Österreichs im Jahr 996. Er war außerdem 20 Jahre Mitglied im „Ostarrichi-Kuratorium“. In zahlreichen Festschriften für den niederösterreichischen und österreichischen Gemeindebund hat er besonders die zeitgeschichtliche Entwicklung der Kommunen in Niederösterreich und Österreich herausgearbeitet.

„Viele – auch ich – beneiden dich um dein profundes Wissen als wandelndes Lexikon der Zeitgeschichte. Als Kenner der niederösterreichischen Landespolitik bist du heute noch ein begehrter Gesprächs- und Diskussionspartner“, betont Riedl und dankte Oswald für seinen jahrelangen Einsatz für die Gemeinden.

Das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst wurde von dem früheren belgischen Botschafter und heutigen Leiter der Kunst- und Kultursektion im Bundeskanzleramt Mag. Jürgen Meindl übergeben.

„Die Kommunalpolitik ist das Herzstück der Demokratie. Ich habe in all meinen Berufsjahren gesehen, was es heißt Verwantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Vor allem die Phase der Gemeindezusammenlegung Anfang der 70er Jahre war für mich eine prägende Zeit, die mein Interesse für die Kommunen geweckt hat“, hob Prof. Franz Oswald in seinen Dankesworten seine Arbeit für die Gemeinden hervor.




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