Coronamasken statt Goldhauben in Windhaag

Der Gemeindebund sucht die Alltagshelden der Corona-Zeit – ob Masken nähen, Lebensmittel liefern oder anders Freude schenken. In Windhaag bei Freistadt stieg die traditionelle Goldhauben- und Kopftuchgruppe kurzerhand von der Anfertigung fein gestickter Trachtenhauben auf praktische Mund-Nasen-Schutz-Masken um. Die Erlöse aus den freiwilligen Spenden kommen sozialen Projekten zugute.

Mitten in der Coronakrise starteten die Windhaager Goldhaubenfrauen voller Motivation die Produktion von Mund-Nasen-Schutz-Masken. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, passende Materialien wie etwa Gummibänder für die Masken zu bekommen, ließen sich die fleißigen Nähbienen nicht stoppen: Das Ergebnis sprüht nur so vor Kreativität.

Fingerfertigkeit und Fantasie sehr nützlich

Eigentlich spezialisieren sich die Goldhaubengruppen, die vor allem in Oberösterreich, Salzburg und Bayern verbreitet sind, auf die filigrane Herstellung der edlen Trachten-Hauben. Die in Handarbeit gefertigten Hauben sind ein fester Bestandteil der oberösterreichischen Trachtenkultur.

In der Corona-Zeit nutzten die 15 Mitglieder der Goldhauben- und Kopftuchgruppe in Windhaag ihre künstlerisches Geschick und nähten an die 600 Stoffmasken. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage stieg die Zahl auf zuletzt 970 Masken, die bei allen Windhaager Nahversorgern bereitgestellt wurden. Sie sind für eine freiwillige Spende zu haben.

Spendenerlöse kommen sozialen Projekten zugute

Die Einnahmen aus den freiwilligen Spenden werden für soziale Projekte in der Gemeinde verwendet. “Wir freuen uns sehr, dass die Windhaager Goldhauben- und Kopftuchgruppe so fleißig genäht hat, um diese waschbaren Schutzmasken herzustellen. Viele Modelle sind aus hochwertigem Trachtenstoff oder anderen netten Stoffen genäht, so ist man mit ihnen wirklich ‘salonfähig’”, zeigt sich Windhaags Bürgermeister Martin Kapeller stolz. Auch die Gemeindemitarbeiter und die Gemeinderatsmitglieder wurden mit Stoffmasken ausgestattet.

Kreative Ideen aus der Corona-Zeit einschicken!

Auch in Ihrer Gemeinde gab es Menschen, die über sich hinausgegangen sind, um anderen Freude zu schenken oder Solidarität zu zeigen? Schicken Sie uns die schönsten Corona-Geschichten aus Ihrem Ort an: redaktion(at)gemeindebund.gv.at

Der Gemeindebund sucht die Heldinnen und Helden der Corona-Krise, die den Alltag in einer schweren Zeit gemeinsam etwas leichter machten. Damit sollen die guten Taten vor den Vorhang geholt werden. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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Eva Schubert

Eva Schubert

©Marktgemeinde Windhaag bei Freistadt/Carina Pilgerstorfer

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