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Buchberger: Viel geleistet in 20 Jahren

Seit 1998 ist Alfred Buchberger Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde Ennsdorf im Bezirk Amstetten. Nach 20 Jahren im Amt und einer langen Laufbahn in der Politik will er sich nun noch anderen Dingen widmen. Rückblickend erwies er der Gemeinde große Dienste und geht damit verdient in den Ruhestand.

Lange politische Laufbahn

Buchberger ist gelernter Einzelhandelskaufmann und arbeitete bis 1981 in einem Herrenmodengeschäft. Danach war er ab 1982 sieben Jahre als Standesbeamter in der Ennsdorfer Nachbargemeinde Gemeinde St. Valentin tätig. Nach seinem Wohnsitzwechsel von St. Valentin nach Ennsdorf und der Tatsache, dass die Stelle des Gemeindesekretärs in Ennsdorf ausgeschrieben war, erfolgte 1990 schließlich der Wechsel in das besagte Amt, welches er bis heute ausübt. In die Kommunalpolitik verschlug es Buchberger schließlich durch den damaligen Bürgermeister Johann Zauner: „Er hat mir das Amt des Bürgermeisters derart nah am Menschen vorgelebt, dass ich mich dann über seine Empfehlung hin entschlossen habe, auch in der Gemeindepolitik aktiv zu werden“, erinnert sich Buchberger. So wurde er 1995 zuerst Umwelt-Gemeinderat und in weiterer Folge nach Zauners Rücktritt 1998 zum Bürgermeister gewählt.

Damit sollte es jedoch nicht getan sein und es folgten zahlreiche weitere politische Funktionen. Von 2007 bis 2011 war er Vize-Präsident des Gemeindevertreter-Landesverbandes und bis 2018 Bezirksvorsitzender des SP-Gemeindevertreterbandes. Weiters war er als Obmann-Stellvertreter zuerst für den Gemeindeverband für Umweltschutz und seit der Fusionierung des Gemeindedienstleistungsverbandes im Bezirk Amstetten tätig. Bei all seinen politischen Tätigkeiten war ihm stets eine funktionierende Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg wichtig-

Zahlreiche Projekte umgesetzt

Viele, auch über die Gemeindegrenzen hinweg bekannte, Projekte tragen Buchbergers Handschrift. Beispielsweise wurde das Kinderhaus, welches als eines der ersten Häuser Niederösterreichs unterschiedliche Betreuungseinrichtungen unter einem Dach beherbergt, mehrfach ausgezeichnet. Auch der Umbau des ehemaligen Bellaflora-Geländes zu einem Veranstaltungszentrum wurde erfolgreich umgesetzt. Weitere Maßnahmen, die in den letzten 20 Jahren realisiert werden konnten, sind die Generalsanierung der Volksschule, die Erweiterung der Kläranlage und Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn.

Offenheit und Ehrlichkeit prägten sein Handeln

Ein guter Bürgermeister sei für ihn jemand, der sich ernsthaft um die Sorgen und Anliegen der Bürger bemüht und über die Parteigrenzen hinweg agiert. Dabei solle er jedoch auch den Mut haben, Nein sagen zu können, wenn etwaige Anliegen durch zum Beispiel gesetzliche Vorgaben nicht umsetzbar sind. An ihm schätzten die Menschen vor allem seine offene Art und das ehrliche Eingehen auf die Anliegen der Bevölkerung. „Ich bin authentisch geblieben und habe immer viel Engagement für Familien und Kinder gezeigt.“

Nachfolger bereits bekannt

Als designierter Nachfolger steht bereits der 31-jährige Daniel Lachmayr fest. Alfred Buchberger weiß nur Gutes über ihn zu berichten: „Ich kenne ihn schon seit seiner Jugend als engagierten Kämpfer für die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gemeinde. Er hat die Gemeindearbeit einige Jahre als Mitarbeiter kennengelernt und hat nach der Bekanntgabe meines Rücktritts selbstbewusst die Nachfolge angestrebt. Das hat mir schon imponiert und ich werde ihn gerne in meiner restlichen Dienstzeit unterstützen, wenn er das wünscht.“

„Nach 20 Jahren wird es schwieriger“

Der offizielle Rücktritt erfolgt mit 30. September 2018. „Nach 20 Jahren Bürgermeister habe ich gemerkt, dass es schwieriger wird, ständig über 100 Prozent zu leisten und ich mir für mein restliches Leben noch andere Aufgaben und Ziele gesetzt habe“, nennt er die Gründe dafür. Ganz aus der Kommunalpolitik wird er sich jedoch nicht zurückziehen. Ennsdorf bleibt er noch als Amtsleiter erhalten und als systemischer Coach möchte er seine gesammelten Erfahrungen an zukünftige Verantwortungsträger weitergeben. Die Zukunft will der zweifache Familienvater und Großvater auch mit seiner Familie nutzen und seinen Hobbies, wie Reisen, Wandern oder Musical- und Kabarettbesuchen, nachgehen.

Danksagung

„Ich bedanke mich bei allen, die mich in diesen 20 Jahren begleitet und unterstützt haben und bei der Bevölkerung von Ennsdorf für das jahrelange Vertrauen. Vor allem bedanke ich mich aber bei meiner Familie, die mir in all den Jahren stets den Rücken frei gehalten hat und oft auf den Gatten oder Vater verzichten musste. Ich wünsche meinem Nachfolger und den künftigen Verantwortungsträgern viel Kraft zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben und Ennsdorf eine gedeihliche Weiterentwicklung.“




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