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Urlaub ohne Auto in Zell am See-Kaprun

Mit rund 2,8 Millionen Nächtigungen im Jahr gehören die Gemeinden Zell am See – Kaprun zu den führenden Tourismusregionen Österreichs. Nun starten die beiden Gemeinden mit Maßnahmen, die den Urlaub rundum klimafreundlich werden lassen und die der Branche eine positive Perspektive für die Zeit nach der Corona-Krise bieten sollen. Einer der Schwerpunkte dabei ist die Mobilität. Urlaub soll in Zukunft ohne Auto bequem möglich sein.

Nachhaltiger Tourismus ist vielversprechend

Die Region wird nun attraktive Angebote für Gäste schnüren, die sowohl die Anreise – hier punktet Zell am See mit dem Bahnhof mitten in der Stadt – als auch die Mobilität vor Ort emissionsfrei gestalten.

Die Verantwortlichen planen unter anderem, E-Bikes in den Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Kombiniert mit weiteren innovativen und alternativen Mobilitätsformen, die eine lückenlose Mobilität vor Ort garantieren, will sich die Region Zell am See-Kaprun zu einer Schwerpunktregion alternativer Urlaubermobilität entwickeln.

Andreas Wimmreuter, Bürgermeister der Stadt Zell am See: „Der Bahnhof Zell am See befindet sich mitten im Stadtzentrum, diesen Vorteil werden wir in Sinne unserer Gäste nutzen. Wer ohne Auto in die Region kommt, muss bei uns nicht auf Komfort verzichten, sondern hat sogar Mobilitätsvorteile. Unser Slogan lautet: “Ohne Automobil = ohne Auto mobil”, in diesem Sinne konnten wir mit der Zell am See-Kaprun-Mobilitätskarte bereits sehr gute Erfahrungen sammeln.“

Schwerpunktprogramm „KEM Tourismus“

Der Klima- und Energiefonds suchte im Rahmen seines Programmes „Klima- und Energie-Modellregionen (KEM)“ in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium eine Tourismus-Vorzeigeregion, die besonders vorbildliche und ambitionierten Klimaschutzprojekte umsetzen möchte.

Einreichberechtigt waren alle österreichischen Regionen, die mindestens 500.000 Nächtigungen aufweisen, mehr als zwei Gemeinden umfassen und mindestens 3.000 bis maximal 60.000 Einwohnern haben. Damit sollte sichergestellt werden, dass sich Regionen bewerben, die touristisch relevant und groß genug sind, um geschaffene Strukturen langfristig zu erhalten.

Ursprünglich vorgesehen war, nur eine Schwerpunktregion auszuwählen, die einen besonderen Fokus auf Maßnahmen im Bereich Klimaschutz im Tourismus legt.

In der ersten Phase wurden drei Regionen ausgewählt und eingeladen ein Detailkonzept abzugeben. Nach der zweiten Bewertungsrunde lagen gleich zwei herausragende Konzepte vor: Jenes aus Zell am See-Kaprun und ein Konzept der KEM „Karnische Energie“ rund um Nassfeld-Pressegger See/Lesachtal/Weissensee. Daher wurde entschieden, beide mit einer Unterstützung von je knapp einer Million Euro zu unterstützen. Die Umsetzung der Vorhaben läuft nun bis zum Jahr 2023.

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© Zell am See-Kaprun Tourismus/Daniel Chytra

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