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Stichwahlen: ÖVP stellt künftig Salzburger Stadtchef

Die Stichwahlen haben in elf Gemeinden Klarheit über den oder die Bürgermeister/in gebracht. In Salzburg konnte sich ÖVP-Kandidat Harald Preuner durchsetzen. In drei Gemeinden setzte sich der Herausforderer durch.

Nach den Stichwahlen am 24. März 2019 werden 96 der 119 Salzburger Gemeinden von ÖVP-Bürgermeistern regiert, darunter auch die Landeshauptstadt. 18 Gemeinden stehen künftig unter der Führung von SPÖ-Ortschefs. In vier Kommunen setzen sich Kandidaten von Namenslisten durch. Erstmals seit 2004 ist es der FPÖ gelungen, einen Bürgermeisterposten zu ergattern: In Radstadt hatte FPÖ-Kandidat Christian Pewny keine Gegner und wurde mit 70 Prozent der Stimmen schon im ersten Wahlgang gewählt.

Die Ergebnisse im Überblick. (Quelle: Land Salzburg)
Die Ergebnisse im Überblick. (Quelle: Land Salzburg)

Kaum parteipolitische Veränderungen gegenüber vor der Wahl

Bei der Verteilung der Orts- und Stadtchefs nach politischen Farben hat sich gegenüber vorher kaum etwas verändert: Die FPÖ hat einen Bürgermeistersessel gewinnen können, die ÖVP hat einen verloren. Das dürfte die Volkspartei angesichts der Ergebnisse bei den Gemeindevertretungswahlen zwei Wochen zuvor nicht schmerzen, denn sie stellt 1.153 der insgesamt 2.134 Sitze in den Gemeindestuben. Das entspricht 47,5 Prozent.

SPÖ in Hallein und Zell am See vorne

Die Sozialdemokraten waren am 24. März 2019 in Hallein und Zell am See erfolgreich. Nach längerem ÖVP-Interregnum konnte sich in Hallein Alexander Stangassinger mit 56,3 Prozent und in Zell am See Andreas Wimmreuter mit 57,6 Prozent durchsetzen. Zell am See zählt damit zu jenen Gemeinden, in denen sich nicht der Favorit aus dem ersten Wahlgang durchsetzte, sondern der Herausforderer. In Mattsee errang der im ersten Wahlgang zweiplatzierte Michael Schwarzmayr (SPÖ) mit 58,9 Prozent den ersten Platz und in Oberalm schaffte es ÖVP-Mann Hans-Jörg Haslauer den großen Rückstand von 12,7 Prozentpunkten noch in einen Vorsprung zu verwandeln. Er erhielt im zweiten Wahlgang 53,4 Prozent der Stimmen.

Weitere Ergebnisse

In Bad Hofgastein konnte sich die ÖVP mit Markus Viehauser mit 53,8 Prozent gegen einen SPÖ-Kandidaten durchsetzen. In Elsbethen schaffte es die Listen-Herausforderin Maria Steindl nicht, Langzeitbürgermeister Franz Tiefenbacher (ÖVP) vom Thron zu stürtzen. Er setzte sich mit 55,4 Prozent durch. In der Stille-Nacht-Gemeinde Oberndorf wird künftig Georg Djunda (SPÖ) mit einem Wahlergebnis von 55,5 Prozent die Amtsgeschäfte führen.

Nach dem Abgang von Monika Schwaiger wird Seekirchen am Wallersee wieder von einem Mann regiert, die Gemeinde bleibt aber schwarz. Konrad Pieringer konnte sich hier mit 63,1 Prozent durchsetzen. Im Gegenzug konnte es in Straßwalchen nur eine Gewinnerin geben: Hier setzte sich Tanja Keer von der SPÖ mit 58,7 Prozent gegen ihre Herausforderin Liselotte Winklhofer (Liste) durch. Damit gibt es nun insgesamt acht Bürgermeisterinnen in Salzburg – und damit doppelt so viele wie vor der Wahl (6,7%). Das Bundesland mit den anteilmäßig wenigsten Bürgermeisterinnen ist nun Tirol. Dort gibt es nur 5,7 Prozent Frauen an den Gemeindespitzen.

Mit Spannung erwartet wurde auch das Duell in der Pongauer Bezirkshauptstadt St. Johann: Hier musste sich der amtierende Bürgermeister und Salzburger Gemeindeverbands-Präsident Günther Mitterer seinem Herausforderer Willibald Resch von der FPÖ stellen. Mitterer konnte sich aber mit 55,7 Prozent durchsetzen.

Wahlbeteiligung im Mittel

In Mattsee, Straßwalchen und Zell am See war die Wahlbeteiligung dieses Mal höher als im ersten Wahlgang, in den anderen acht Gemeinden gaben weniger Personen ihre Stimmen ab. In der Landeshauptstadt wählten am Sonntag 43,9 Prozent der Wahlberechtigten. Das ist zwar weniger als im ersten Wahlgang (48,2%), aber mehr als bei der Bürgermeisterstichwahl 2017 (41,4%).




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