Seckau: Alles neu ab April

Der Frühling, insbesondere der Mai, ist ja bekanntlich die Zeit der Veränderungen. In der steirischen Marktgemeinde Seckau wird damit allerdings nicht bis Mai gewartet, bereits ab 12. April 2018 regiert dort ein “Neuer”. Nach 16 lehrreichen sowie spannenden Jahren als Ortschef tritt Simon Pletz mit Mitte April 2018 zurück. Sein Nachfolger steht bereits fest: der bisherige Gemeinderat Martin Rath wird das Amt übernehmen. “Wir haben den Übergang gut vorbereitet, das ist in einer Marktgemeinde wichtig”, sagt Pletz.

Abschied nach 16 Jahren

Dem 68-Jährigen fällt der Abschied von der Kommunalpolitik nicht ganz leicht: “Nach 16 Jahren ist das schon ein gewisser Veränderungsprozess und ich gehe mit gemischten Gefühlen.” Die geregelte Nachfolge erleichtert diesen Prozess allerdings: “Martin Rath ist für das Amt sehr gut geeignet, da habe ich volles Vertrauen in ihn.”

Den finanziellen Bogen nicht überspannen

Wie wichtig dem zweifachen Familienvater das Amt war, sieht man auch an seinem Engagement für den 1.300-Seelen-Ort und an den Projekten, die unter seiner Führung verwirklicht wurden. Seckau wurde zur Fairtrade-Gemeinde und Mitglied bei dem e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden, das Jugendgästehaus wurde saniert, das Kanalbauprogramm abgeschlossen und momentan wird die Neue Mittelschule umgebaut. Pletz betont außerdem, dass die finanzielle Basis immer gegeben war und kostendeckend gearbeitet wurde.

Harmonische Zusammenarbeit

Stolz sei er vor allem auf die harmonische Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Bürgerinnen und Bürgern von Seckau. “Mein Ziel war es ja auch die Gemeinschaft zu festigen und Institutionen und Weiterentwicklung zu schaffen”, erklärt er die Grundsätze seiner Amtszeit, die im Hinblick auf die umgesetzten Projekte allesamt erfüllt wurden.

Was er vom Amt gelernt habe? “Zuhören, vor allem zuhören. Und die Sorgen jedes Einzelnen Ernst zu nehmen, so klein sie auch für einen persönlich scheinen mögen.”

Neue Heimat Seckau

Aufgewachsen ist der baldige Ex-Bürgermeister knapp 20 Kilometer von Seckau entfernt, nämlich in St. Margarethen bei Knittelfeld. Vor 38 Jahren, im Jahr 1980, hat ihn die Liebe in seine jetzige Heimat verschlagen. “Ohne die Unterstützung der Familie hätte das auch nie so gut funktioniert, das muss schon gegeben sein”, verweist Simon Pletz auf den hohen Stellenwert seiner Familie.

Mit seiner Ehefrau will er nun auch mehr Zeit verbringen und seinem Hobby, dem Wandern, mehr nachgehen. “Aber ich will auch einmal Zeit für mich haben und ein gutes Buch lesen”, wirft er einen positiven Blick in Richtung Zukunft.

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Nach 16 Jahren geht Simon Pletz in die Politik-Pension. (Bild: ZVG)

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