1-2-3-Ticket: Tauziehen zwischen Bund und Ländern

Zahlreiche Punkte der Landeshauptleute-Konferenz am Freitag befassten sich mit Covid-19 und den Folgen. Vieles davon betrifft die Kosten der Pandemie, in mehreren Punkten forderten die Länder Geld vom Bund. Aber auch das 1-2-3-Ticket war Thema.

Günstig durch’s Land

Das 1-2-3-Ticket wurde von Verkehrsministerin Leonore Gewessler bereits vor Monaten angekündigt. Sie visiert eine Einführung im Jahr 2021 an. Damit soll man um drei Euro pro Tag – also 1.095 Euro im Jahr – mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln durch ganz Österreich fahren können. Das 2er-Ticket gilt für zwei Bundesländer, mit dem 1er-Ticket kann man alle Öffis in einem Bundesland nutzen. Die Bundesländer zögern bisher mit ihrer Zustimmung noch: Für sie bleiben einige Fragen zur Finazierung und zum Zeitplan offen.

Letzte Woche tagten die Landeshauptleute – und besprachen unter anderem das 1-2-3-Ticket. Beim 1-2-3-Ticket soll vor allem Niederösterreich ins Boot geholt werden, das hier noch etwas auf der Bremse steht. Die Landeshauptleute befassten sich mit einem Beschluss der Finanzreferenten der Länder befassen. Darin wird gefordert, dass Öffi-Ticket nicht stufenweise, sondern wenn, dann im Vollausbau einzuführen.

Die Vertreter der Bundesländer orten jedoch einen Schnellschuss der Verkehrsministerin und fürchten einen Einnahmenausfall.

Andacht im Netz

Ursprünglich hätte die Konferenz bereits Donnerstagabend mit fraktionellen Vorbesprechungen und einem gemeinsamen Essen im Salzburger Leogang beginnen sollen, musste aber in den virtuellen Raum verlegt werden. Dabei gedachten die Landeshauptleute auch der Opfer des Terroranschlags in Wien.

(Quelle: NOE.ORF.at)

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Emina Ayaz

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