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St. Pölten hat gewählt: SPÖ verliert „Absolute“

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Die SPÖ hat bei der Gemeinderatswahl in St. Pölten am Sonntag eine herbe Schlappe erlitten und nach 61 Jahren die absolute Mehrheit verloren. Die von Bürgermeister Matthias Stadler angeführten Sozialdemokraten stürzten laut dem vorläufigen Endergebnis auf 42,53 Prozent ab (2021: 56,02 Prozent). Die ÖVP behauptete mit 21,38 Prozent (22,74) Platz zwei vor der FPÖ, die von 8,92 auf 19,75 Prozent zulegte.

Grüne legen zu

Zu den Gewinnern des Abends zählten auch die Grünen, die 9,66 Prozent (8,01 Prozent) erreichten und die KPÖ, die mit 3,82 Prozent (1,11) erstmals seit 1982 wieder ins St. Pöltner Rathaus einzieht. Die NEOS behaupteten sich mit 2,72 Prozent (3,19). Nach Mandaten bedeutet das S 19 (25), V 9 (10), F 8 (3), G 4 (3), K 1 (-), N 1 (1). Die Wahlbeteiligung betrug 59,1 Prozent (55,96 Prozent).

Stadler: „Bleibe an Bord“

Die SPÖ werde nach wie vor eine große Mehrheit haben, erläuterte der sichtlich enttäuschte Stadler. Die Wähler hätten der Sozialdemokratie in St. Pölten „unter meiner Führung“ einen „klaren Regierungsauftrag“ gegeben. Er „bleibe an Bord“, so der Bürgermeister, der davon ausgeht, dass ihm die Parteigremien weiter das Vertrauen aussprechen werden. Eine Koalition sei „mit allen, die ein ordentliches, gescheites Angebot machen“, denkbar.

Bleiburg: ÖVP erobert Bürgermeistersessel

Auch in der Gemeinde Bleiburg (Kärnten) wurde am Sonntag gewählt, nachdem der amtierende Bürgermeister Stefan Visotschnig verstorben war. Überraschend durchgesetzt hat sich Daniel Wrießnig mit 66,04 Prozent. Er konnte damit für die ÖVP nach 22 Jahren das Bürgermeisteramt in Bleiburg/Pliberk „zurückerobern“.

(Quelle: APA, ORF)