Die Vorschüsse auf die Gemeinde-Ertragsanteile im September 2025 (vor Abzug der Gemeinde-BZ-Mittel sowie der Umlagen und Beiträge durch die Länder) liegen gemäß den aktuellen Zahlen des Finanzministeriums im Monatsvergleich mit dem Vorjahr bei den Gemeinden ohne Wien 3,4 Prozent im Plus (in Wien fällt der Zuwachs doppelt so hoch aus). Während sich die Lohnsteuer aktuell sehr dynamisch entwickelt (für die gegenständlichen Vorschüsse relevant sind die Aufkommen der gemeinschaftlichen Bundesabgaben vom Juni 2025), kam seitens der Mineralölsteuer ein leichter Dämpfer durch einen Nachholeffekt. Im Monatsvergleich Juli 2025 gegenüber 2024 spiegelte sich auch einmal mehr auch das Ende von Befreiungen bei der Energieabgabe wieder.
Wiener Gemeindeertragsanteile mit stärkstem September-Ergebnis
Das bundesländer- und monatsweise Ergebnis der Grunderwerbsteuer (die zu knapp 94 Prozent den Gemeinden zukommt und nach dem örtlichen Aufkommen dem jeweiligen Ertragsanteile-Landestopf zugeschlagen wird) führt auch diesmal wieder zu länderweise unterschiedlichen Entwicklungen bei den aktuellen Monats-Vorschüssen. Während die Grunderwerbsteuer österreichweit um gut 20% und in Wien um fast 50% im Monatsvergleich zum Juli 2024 zulegte, stagnierte die Grunderwerbsteuer in Tirol. Infolgedessen verzeichnen die Gemeinde-Ertragsanteile Wiens bei den aktuellen September-2025-Vorschüssen mit 6,8 Prozent das beste länderweise Ergebnis, während die aktuellen Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Tiroler Gemeinden mit 2,1 Prozent das geringste Plus verzeichnen.
Konrad Gschwandtner, Bakk. BA
Fachreferent beim Österreichischen Gemeindebund