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Gemeinden stehen aktuell vor enormen Herausforderungen: Die massiv gestiegenen Energiekosten treffen sie auf allen Ebenen, gleichzeitig sind sie ein wichtiger Partner, um die Energie- und Mobilitätswende in Österreich voran zu bringen. Gefragt sind daher Maßnahmen, die die regionale Energieversorgung und die Infrastruktur langfristig und verbindlich klimafit, sicher und leistbar gestalten.
Die Energiewende braucht schnelle und effiziente Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren. Der derzeit vorliegende Entwurf zur Novellierung des Umweltverträglichkeits­prüfungsgesetzes 2000 greift jedoch hinsichtlich Wind­kraft­anlagen unverhältnismäßig in die Gemeindeautonomie ein.
So gut wie jede Gemeinde in Österreich hat bereits PV-Anlagen auf Hausdächern installiert. Aber ohne zusätzliche PV-Anlagen auf Freiflächen können lässt sich die Energiewende nicht schaffen. Zu blöd nur, dass sie große Flächen beanspruchen und damit den Raumordnungen im Weg stehen. Eine neue Technologie macht Energiegewinnung auf großer Fläche ohne Versiegelung möglich. Die Salzburger Gemeinde Eugendorf geht mit einem Pilotprojekt voran.
Die Preise für Energie schossen in den letzten Wochen dramatisch in die Höhe. Aber schon vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine gab es enorme Kostensteigerungen. So zeigt das Beispiel einer Gemeinde mit 4.000 Einwohnern, dass zwischen Jänner 2021 und Jänner 2022 die Ausgaben für Energie um gut 20 Prozent in die Höhe schnellten. Das macht Mehrausgaben von über 20.000 Euro notwendig und die Preisspirale geht weiter in die Höhe.
Die Regierung hat am Montag ihre Energiesparkampagne vorgestellt. Mit Maßnahmen, die “unkompliziert und ohne viel Geld in die Hand zu nehmen, zu Hause umsetzbar sind”, könnten insgesamt 11 Prozent des derzeitigen Energieverbrauchs eingespart werden, sagte Klimaministerin Leonore Gewessler in einer Pressekonferenz. Vermittelt werden sollen die Energiespartipps bis einschließlich März mittels Werbekampagne. Auch über verbindliche Maßnahmen denkt die Regierung nach.