NEWS

Netzausbau wirkt: Deutschlandleitung kann Strom-Mehrkosten um bis zu 375 Millionen Euro senken

Artikel vorlesen lassen:

Mit der neuen Deutschlandleitung wird das Umspannwerk St. Peter erweitert, eine 220 KV-Infrastruktur durch eine 380 KV-Leitung mit vier 380-kV-Systemen ersetzt. Dadurch erhöht sich die Kapazität von 800 Megawatt (MW) auf rund 6.000 MW. Berechnung der Austrian Power Grid im Auftrag des Energieministeriums: Im Winterhalbjahr 2025/26 hätte die neue 380-kV-Leitung die Mehrkosten durch den Preisunterschied zu Deutschland um 240 bis 375 Millionen Euro gesenkt – bei rund 100 Millionen Euro Investition.

„Unser Ziel ist es den Strompreisunterschied zu Deutschland zu beenden – allein im vergangenen Winter waren es 21 Euro pro Megawattstunde. Mit der Deutschlandleitung holen wir günstigen Strom aus Deutschland nach Österreich und senken so die Strompreise für Haushalte und Betriebe. Dafür investieren wir jetzt 100 Millionen Euro und sparen damit 375 Millionen Euro an Stromkosten – ein guter Business Case für Haushalte und Betriebe. So beseitigen wir den Preisunterschied zwischen Deutschland und Österreich Schritt für Schritt. Damit haben wir einen Paradigmenwechsel in der Energiepolitik eingeleitet und die Umsetzung für Strom der sicher, sauber und leistbar ist konsequent vorangetrieben. Deshalb haben wir nach der Strommarktreform das EABG beschlossen und starten jetzt mit der neuen Deutschlandleitung in eine neue Phase der Netzinfrastrukturplanung, um die Strompreise weiter zu senken. Dieser Kurs zahlt sich aus: Im April war Strom um 10,2 Prozent günstiger als im Vorjahr und hat die Inflation gedämpft“, so Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

„Das österreichische Stromsystem ist eng mit dem europäischen Markt verbunden. Reichen die Leitungskapazitäten nicht aus, kommt günstiger Strom aus dem Norden nur begrenzt bei den Kundinnen und Kunden an. Die Deutschlandleitung erhöht die Importkapazität, bindet unsere Speicherkraftwerke besser ein und dämpft Preisspitzen. Jeder Euro in den Netzausbau zahlt sich für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit aus“, so APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner.

©APG/Carolina Burger