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Leere Gemeindekasse: Bürgermeister verzichtet auf Gehalt

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Die burgenländische Gemeinde Stinatz steckt in einer finanziellen Notlage. Wegen drastisch gesunkener Mittel hat Bürgermeister Andreas Grandits beschlossen, auf sein Gehalt zu verzichten – ebenso drei weitere Gemeindevorstände.

„Ich weiß nicht, wie es weitergeht“

„Der Juli war richtig brutal“, erklärte Grandits gegenüber heute.at. Von 133.200 Euro Ertragsanteilen blieben nur 3.200 Euro über. Um die Gemeindekasse kurzfristig zu entlasten, verzichten der Bürgermeister und die drei Vorstände – einer von der ÖVP, zwei von der SPÖ – auf ihre monatlichen Bezüge. Damit bleiben etwa 5.500 Euro pro Monat in der Gemeinde. Die 14 Gemeindemitarbeiter sind nicht betroffen. Trotz des symbolischen Schritts bleibt die Lage angespannt. „Ich weiß nicht, wie es weitergeht“, so Grandits offen. Die Gemeinde will ein Darlehen über 250.000 Euro aufnehmen, wofür jedoch noch die Genehmigung des Landes fehlt.

©Gemeinde Stinatz
Bgm. Andreas Grandits ©Gemeinde Stinatz

Der Bürgermeister hofft, dass im November wieder mehr Geld aus Abgaben und Gebühren fließt. Bis dahin bleibt der Gehaltsverzicht ein Zeichen der Solidarität. Bei den nächsten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen will Grandits angesichts dieser Lage übrigens nicht mehr antreten.

(Quelle: Heute.at)

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