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„Ich schreibe meine Reden in Mundart“

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Martina Berger ist keine durchschnittliche Bürgermeisterin. Zunächst ist sie mit 30 Jahren österreichweit eine der jüngsten Frauen in diesem Amt. Als eine von etwa einem Drittel aller Bürgermeister übt sie das Amt hauptberuflich aus. Zudem ist sie seit kurzem auch Feuerwehrfrau. Wie es dazu gekommen ist und wie sie ihr Amt anlegt, erzählt die Ortschefin in einem Interview.

Mit 100 Prozent für das Amt

Berger ist seit den Salzburger Gemeinderatswahlen im Frühjahr 2024 Bürgermeisterin von Schleedorf, einem rund 1.100-Seelen-Dorf im Salzburger Flachgau. Von Anfang hat Martina Berger betont, das Amt hauptberuflich ausüben zu wollen: „Mein Motto im Wahlkampf war `Mit Herz und hundert Prozent für Schleedorf` und so lebe ich das auch. Ich habe gleich gemerkt, dass es viel Zeit in Anspruch nimmt, wenn man den Menschen richtig zuhören möchte. Daher habe ich mir vorgenommen, meine gesamte Zeit und Energie in diese Aufgabe zu stecken, um sie vernünftig zu machen. Das hat dieses Amt verdient“.

Bürgermeisterin hilft im Bierzelt aus

Ihre Motivation als Politikerin, so die Schleedorferin, sei es, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen und diese auch umzusetzen. „Ich bin für die Ideen und Vorschläge dankbar und möchte sie auch bestmöglich unterstützen und umsetzen“.

Dass das nicht nur eine Phrase ist, zeigt Martina Berger ihren Bürgerinnen und Bürgern, indem sie dort hingeht, wo die Menschen sind. An den Wochenenden trifft man die Bürgermeisterin nicht selten bei Vereinsfesten an, wo sie auch mal als Kellnerin aushilft. „Ich bin ja irgendwie in jedem Verein Mitglied“, erzählt Berger lachend. „Da ist es selbstverständlich, dass man unterstützt, wo man nur kann – ob man jetzt einen Kuchen vorbeibringt oder bei Festen an der Schank mitarbeitet. Immerhin ist das auch eine gute Ablenkung vom Büroalltag“, meint Martina Berger schmunzelnd. Ihr Hauptverein, so die ehemalige Landjugend-Bezirksobfrau, sei aber die Feuerwehr. „Die Gemeinde ist für die Finanzierung und Unterstützung der Feuerwehr zuständig, daher trägt man als Bürgermeisterin damit eine große Verantwortung.“ Auch hier ziert sich die junge Ortschefin nicht und hat kurzerhand die Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehr absolviert, um einen besseren Einblick zu bekommen.

Das kommt gut an und verringert bei so manchem die Hemmschwelle, die Bürgermeisterin direkt auf konkrete Anliegen anzusprechen. „Ich will ja, dass die Leute auf mich zukommen“, so Martina Berger, die auch ihre Reden und Ansprachen in Salzburger „Mundart“ schreibt: „Ich will einfach so authentisch wie möglich sein. Das ist auch eine Frage der Wertschätzung gegenüber den Menschen“.

Man bekomme aber auch sehr viel zurück, betont die Jung-Bürgermeisterin. Zu den schönsten Aufgaben zählen beispielsweise die Treffen mit den Kindergarten- oder Volksschulkindern, ebenso wie die Besuche im Seniorenwohnhaus, das von den Gemeinden Köstendorf, Schleedorf und Berndorf gemeinsam betrieben wird. „Manche Bewohner haben so viel für die Gemeinde und Vereine getan und können jetzt in Würde dort altern. Da begreift man, was wirklich wichtig ist im Leben“, so Berger.

©USV3
Keine Seltenheit: Die Bürgermeisterin beim Kellnern am Vereinsfest. ©USV3

Dass das nicht nur eine Phrase ist, zeigt Martina Berger ihren Bürgerinnen und Bürgern, indem sie dort hingeht, wo die Menschen sind. An den Wochenenden trifft man die Bürgermeisterin nicht selten bei Vereinsfesten an, wo sie auch mal als Kellnerin aushilft. „Ich bin ja irgendwie in jedem Verein Mitglied“, erzählt Berger lachend. „Da ist es selbstverständlich, dass man unterstützt, wo man nur kann – ob man jetzt einen Kuchen vorbeibringt oder bei Festen an der Schank mitarbeitet. Immerhin ist das auch eine gute Ablenkung vom Büroalltag“, meint Martina Berger schmunzelnd. Ihr Hauptverein, so die ehemalige Landjugend-Bezirksobfrau, sei aber die Feuerwehr. „Die Gemeinde ist für die Finanzierung und Unterstützung der Feuerwehr zuständig, daher trägt man als Bürgermeisterin damit eine große Verantwortung.“ Auch hier ziert sich die junge Ortschefin nicht und hat kurzerhand die Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehr absolviert, um einen besseren Einblick zu bekommen.

© Freiwillige Feuerwehr Schleedorf
„Ich bin dafür zuständig, darum will ich mich auch gut damit auskennen“, sagte Martina Berger und absolvierte die Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Schleedorf. © Freiwillige Feuerwehr Schleedorf

Das kommt gut an und verringert bei so manchem die Hemmschwelle, die Bürgermeisterin direkt auf konkrete Anliegen anzusprechen. „Ich will ja, dass die Leute auf mich zukommen“, so Martina Berger, die auch ihre Reden und Ansprachen in Salzburger „Mundart“ schreibt: „Ich will einfach so authentisch wie möglich sein. Das ist auch eine Frage der Wertschätzung gegenüber den Menschen“.

Man bekomme aber auch sehr viel zurück, betont die Jung-Bürgermeisterin. Zu den schönsten Aufgaben zählen beispielsweise die Treffen mit den Kindergarten- oder Volksschulkindern, ebenso wie die Besuche im Seniorenwohnhaus, das von den Gemeinden Köstendorf, Schleedorf und Berndorf gemeinsam betrieben wird. „Manche Bewohner haben so viel für die Gemeinde und Vereine getan und können jetzt in Würde dort altern. Da begreift man, was wirklich wichtig ist im Leben“, so Berger.

„Wenn man die Arbeit gut macht, dann sehen das auch alle“

Mit Vorbehalten aufgrund ihres Alters und Geschlechts musste die 30-Jährige nur zu Beginn ihrer Amtszeit kämpfen. „Anfangs war es noch schwierig, sich durchzusetzen“. Mittlerweile habe sie sich den Respekt in der Gemeindevertretung aber erarbeitet. „Wenn man die Arbeit gut macht, dann sehen das auch alle“, ist sich die junge Ortschefin sicher. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei gut. „Aktuell müssen wir aufgrund der budgetären Lage bei den Projekten streng priorisieren. Hier sind sich zum Glück aber alle Fraktionen einig“, so Martina Berger, die derzeit an der Umsetzung einer Kleinkindbetreuung in Schleedorf arbeitet.

„Es ist ein herausforderndes, aber gleichzeitig sehr schönes Amt. Ich bin dankbar, dass ich es ausführen darf“, so die Schleedorfer Bürgermeisterin zum Abschluss.

Martina Berger, Bürgermeisterin von Schleedorf © Freiwillige Feuerwehr Schleedorf