Eine Auswertung der Zahlen aus der eVergabe+, der E-Vergabe-Plattform des ANKÖ, gibt erstmals detaillierte Einblicke in die internationale Beteiligung am österreichischen Vergabemarkt. Unter 309.786 ausgewerteten Angeboten bleibt Österreich mit 96,2 % zwar klar dominant, zugleich steigt die Internationalisierungsquote, also der Anteil an internationalen Angeboten bei österreichischen Vergabeverfahren, seit 2018 moderat an. Besonders stark zeigt sich internationale Beteiligung bei Lieferaufträgen, im Oberschwellenbereich und in technologieorientierten Branchen.
Die Internationalisierungsquote stieg von 3,1 % im Jahr 2018 auf 4,3 % im Jahr 2025. Gleichzeitig wuchs das Angebotsvolumen von rund 7.900 auf mehr als 57.000 Angebote. Auch die Zahl der Herkunftsländer erhöhte sich von neun auf 44. Internationale Beteiligung tritt dabei nicht zufällig auf, sondern konzentriert sich auf bestimmte Märkte und Verfahren. Lieferaufträge erreichen 14,3 % internationale Beteiligung, dynamische Beschaffungssysteme sogar 23,5 %. Bauaufträge bleiben mit 1,2 % hingegen nahezu vollständig national.
Besonders deutlich wird dies in der CPV-Segmentanalyse: Laborgeräte erreichen eine Internationalisierungsquote von 38,9 %, Software 20,8 %, Bauarbeiten hingegen nur 1,1 %. Insgesamt stammen 98,7 % der internationalen Angebote aus Europa, vor allem aus Deutschland und Österreichs Nachbarstaaten.
Die eVergabe+ unterstützt öffentliche Auftraggeber:innen bei der rechtssicheren und transparenten Abwicklung von Vergabeverfahren und hat sich als etablierte Lösung im österreichischen E-Vergabe-Bereich bewährt.
Den kompletten Bericht inklusive aller Tabellen und Grafiken wird in Kürze auf der Website des ANKÖ veröffentlicht.