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Die Ukraine unter Beschuss – wie ein Botschafter den Krieg erklärt

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Der Ukrainische Botschafter in Österreich, Vasyl Khymynets spricht im aktuellen Podcast-Gespräch mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl über seinen Weg in die Diplomatie, die Entwicklung der Ukraine seit 1991 und die politischen und menschlichen Dimensionen des russischen Angriffskrieges.

Im Mittelpunkt stehen die Verteidigung des Völkerrechts, die europäische Perspektive der Ukraine und die zentrale Rolle von Gemeinden beim Wiederaufbau.

Khymynets erläutert die Entwicklung der Ukraine seit der Unabhängigkeit 1991 und betont die völkerrechtliche Anerkennung der ukrainischen Grenzen – auch durch das Referendum auf der Krim und im Donbas. Der heutige Krieg sei kein Stellvertreterkrieg, sondern ein Angriff auf die Freiheit der Ukraine und auf das Völkerrecht insgesamt.

Khymynets: „Gemeinden spielen bei Wiederaufbau zentrale Rolle“

Der Botschafter widerspricht klar den russischen Rechtfertigungen des Krieges: Sprachliche oder ethnische Zugehörigkeit spiele für die Menschen in der Ukraine keine Rolle – sie verteidigen ihre Heimat. Frieden sei nur dann möglich, wenn er gerecht und nachhaltig ist und der Aggressor nicht belohnt wird.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf dem Wiederaufbau. „Die Gemeinden spielen dabei eine zentrale Rolle“, sagt Botschafter Khymynets.  Angefangen von der Infrastruktur über Wohnbau, Schulen und Gesundheitsversorgung bis hin zu sozialer und psychologischer Unterstützung. Khymynets dankt in dem Zusammenhang auch den österreichischen Gemeinden für ihre Solidarität und betont die Bedeutung von Partnerschaften auf kommunaler Ebene.