IMPULS
Andreas Schlögl
BDO
So gewinnen Gemeinden wieder finanziellen Spielraum
Kurz gesagt: Handlungsspielraum entsteht durch bessere Abläufe, zielgerichtete Kooperationen und eine ernst genommene mittelfristige Finanzplanung.
Worum geht es?
Andreas Schlögl zeigt, an welchen Hebeln Gemeinden trotz steigender Umlagen und Personalkosten ansetzen können. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Sparmaßnahmen, sondern ein gemeinsamer Blick von Politik und Verwaltung auf Prozesse, Aufgaben und die finanzielle Entwicklung über mehrere Jahre.
Drei Kernerkenntnisse
Von acht Schritten eines typischen Verwaltungsverfahrens seien sieben technisch weitgehend digitalisierbar. Die fachliche Genehmigung bleibt beim zuständigen Personal.
Kooperationen brauchen vorab ein klares Ziel: niedrigere Fixkosten, bessere Qualität oder leichteren Zugang zu Fachkräften. Zuständigkeiten und Entscheidungsregeln müssen geklärt sein.
Saldo 1, freie Finanzspitze und Vergleiche mit ähnlichen Gemeinden zeigen mögliche Handlungsfelder. Kennzahlen müssen jedoch erklärt und richtig interpretiert werden.
Was bringt das der Gemeinde?
Wer Abläufe und Zahlen kennt, kann Prioritäten fundierter setzen und freiwerdende Arbeitszeit gezielt für Fachaufgaben und Bürgerservice einsetzen.
Nächster sinnvoller Schritt
Den mittelfristigen Finanzplan gemeinsam durchgehen, freiwillige Ausgaben sichtbar machen und einen konkreten Verwaltungsprozess für eine messbare Verbesserung auswählen.