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Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag 2026 – Reinhard Raml

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IMPULS

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Reinhard Raml

Institut für empirische Sozialforschung

Digitale Nähe braucht verständliche Hilfe und verlässliche Antworten

Kurz gesagt: Digitalisierung verändert Öffentlichkeit und Serviceerwartungen; sie darf Zugang und Teilhabe nicht von Alter, Bildung oder Ressourcen abhängig machen.

Worum geht es?

Reinhard Raml beschreibt fragmentierte Öffentlichkeiten, die wachsende Bedeutung sozialer Medien und die Schwierigkeiten beim Erkennen falscher oder KI-generierter Inhalte. Er weist zugleich auf soziale Unterschiede bei digitaler Kompetenz und Nutzung hin. Für Gemeinden besonders relevant ist seine Verbindung dieser Entwicklung mit neuen Erwartungen an den Bürgerservice.

Drei Kernerkenntnisse

Menschen nutzen digitale Angebote sehr unterschiedlich. Persönliche Unterstützung bleibt notwendig, damit ältere oder digital weniger erfahrene Personen nicht ausgeschlossen werden.

Bürgerinnen und Bürger möchten ihr Anliegen möglichst nur einmal erklären. Sie erwarten eine klare Anlaufstelle, eine rasche Eingangsbestätigung und eine individuelle Rückmeldung.

Realistische und eingehaltene Rückmeldetermine schaffen Verlässlichkeit. Genannte Stundenwerte sind Orientierung für Serviceerwartungen, aber keine gesetzlichen Erledigungsfristen.

Was bringt das der Gemeinde?

Ein verständliches Serviceversprechen kann digitale Selbstbedienung mit persönlicher Erreichbarkeit verbinden und damit Vertrauen sowie Zufriedenheit stärken.

Nächster sinnvoller Schritt

Für häufige Anliegen Zuständigkeit, Eingangsbestätigung, Bearbeitungsstatus, Rückmeldefrist und persönliche Hilfsmöglichkeit klar definieren.

©Erich Marschik