IMPULS
Josef Meichenitsch
Oesterreichische Nationalbank
Der digitale Euro soll Wahlfreiheit und Stabilität stärken
Kurz gesagt: Der digitale Euro wird als europäische Ergänzung zum Bargeld und als Antwort auf Abhängigkeiten im digitalen Zahlungsverkehr vorbereitet.
Worum geht es?
Josef Meichenitsch erläutert den Rückgang der Bargeldnutzung und die starke Stellung internationaler Zahlungsanbieter. Der digitale Euro soll eine europäische, sichere und breit zugängliche Bezahlmöglichkeit schaffen – ohne das Bargeld abzuschaffen.
Drei Kernerkenntnisse
Geplant sind Zahlungen über Bank-Apps oder eine Karte, im Handel und zwischen Privatpersonen. Eine Offline-Funktion soll auch ohne laufende Internetverbindung funktionieren.
Der Vortrag nennt eine Testphase ab 2027 und einen möglichen breiten Start 2029. Dieser Zeitplan ist nicht fix beschlossen, sondern hängt von den europäischen Rechtsvorschriften ab.
Datenschutz, ein mögliches Haltelimit, fehlende Verzinsung und die Abgrenzung zu Kryptowerten bleiben wichtige Erklärthemen. Die Bargeld- und Bankomatversorgung behält ihren Stellenwert.
Was bringt das der Gemeinde?
Gemeinden werden als vertraute Ansprechpartner Fragen aus der Bevölkerung erhalten und können mit verständlicher, regelmäßig aktualisierter Information Orientierung geben.
Nächster sinnvoller Schritt
Zu gegebener Zeit ein kurzes Fragen-Antworten-Blatt vorbereiten, das geplante Eigenschaften, offene Entscheidungen und das Fortbestehen des Bargelds klar unterscheidet.