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Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag 2026 – Florian Klein und Johannes Pressl

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Florian Klein und Johannes Pressl

Florian Klein (REWE/ADEG) , Johannes Pressl (Österreichischer Gemeindebund)

Nahversorgung braucht Nähe - und ein tragfähiges Geschäftsmodell

Kurz gesagt: Nahversorgung bleibt bestehen, wenn engagierte Betreiber, lokale Nachfrage, Zusatzangebote und wirtschaftliche Tragfähigkeit zusammenkommen.

Worum geht es?

Nahversorger sind mehr als Einkaufsstätten: Sie sind Arbeitgeber, Treffpunkt und Teil der regionalen Versorgung. Gleichzeitig stehen kleinere Geschäfte unter hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Der Beitrag verbindet deshalb die soziale Bedeutung mit der nüchternen Frage, ob ein Angebot dauerhaft wirtschaftlich bestehen kann.

Drei Kernerkenntnisse

Postpartnerschaft, Bistro, Zustellung und persönlicher Service können das Angebot erweitern. Entscheidend bleibt, dass die Bevölkerung tatsächlich vor Ort einkauft.

Hybride und personallose Modelle, digitale Warenbewirtschaftung und einfache Bestellwege können Öffnungszeiten und Erreichbarkeit verbessern. Dafür werden flexiblere rechtliche Rahmenbedingungen gefordert.

Gemeinden können Partner, Standorte und Begegnung organisieren. Dauerhaft unwirtschaftliche Angebote dürfen ihnen aber nicht ohne klare Entscheidung und Finanzierung aufgebürdet werden.

Was bringt das der Gemeinde?

Ein integriertes Konzept stärkt Versorgung und Ortskern, ohne die wirtschaftlichen Voraussetzungen oder das finanzielle Risiko auszublenden.

Nächster sinnvoller Schritt

Nachfrage, Betreiber, Zusatznutzen, Standort, Öffnungszeiten und langfristige Finanzierung gemeinsam prüfen und ein mögliches Defizit transparent ausweisen.

©Erich Marschik