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Zweitjüngster Bürgermeister in Staatz

24.7.2017 – Generationswechsel in Staatz: Daniel Fröschl wurde am 20. April 2017 mit einer Mehrheit von zehn zu neun Stimmen zum neuen Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde gewählt. Nach dem Rücktritt von Leopold Muck übernimmt mit Daniel Fröschl die nächste Generation zukünftig die politische Verantwortung in der 1.970-Einwohner-Gemeinde.

Frischer Wind in der Gemeinde

„Ich habe das Amt des Bürgermeisters angestrebt, aber jetzt kommt es doch früher als erwartet“, erzählt Fröschl. Zweieinhalb Jahre konzentrierte sich der 27-Jährige auf die Vorbereitung für das Amt des Ortschefs. Daniel Fröschl stammt aus der Katastralgemeinde Ernsdorf und zog erst 2015 in den Gemeinderat von Staatz ein. Nun zählt er zu der Gruppe der zweitjüngsten Bürgermeister in Österreich, gemeinsam mit Markus Baier aus der Gemeinde Zellerndorf und Michael Wurmetzberger aus der Gemeinde Kaumberg, beide in Niederösterreich.

Sein Gegenkandidat Vizebürgermeister Johann Holzapfel musste sich mit neun von 20 Stimmen knapp geschlagen geben. Er sieht in Fröschl die Chance auf eine bessere Zusammenarbeit: „Bisher wurden wir häufig mit fertigen Projekten konfrontiert. Und neue Ideen wurden mit „Das war schon immer so und bleibt auch so“ abgetan.“ Er wünscht sich, dass man in Zukunft an einem Strang zieht: „Wir wollen jeden Stein einmal umdrehen und bewerten, was wirklich notwendig und sinnvoll für die Gemeinde ist. Es ist ein Neustart“, so Holzapfel gegenüber der NÖN über die Zusammenarbeit mit Fröschl.

„Nur gemeinsam sind wir stark“

Mit dem Altbürgermeister Leopold Muck verbindet Daniel Fröschl eine hervorragende Zusammenarbeit und so wurde auch die Amtsübergabe gewissenhaft vorbereitet. „Leopold Muck hatte in den vergangenen 22 Jahren die Marktgemeinde entscheidend geprägt: Felsenbühne Staatz, Fernwärme Wultendorf, Veranstaltungszentrum und Biotop-Verbundsystem. Dafür möchte ich ihm meinen Dank aussprechen“, so Bürgermeister Fröschl, der an diese Vorhaben anschließen will. Der junge Bürgermeister möchte in seiner Amtszeit die Bewohner der Marktgemeinde noch intensiver in die Gemeindearbeit miteinbeziehen. Durch seine Nähe zur jüngeren Generation will er vor allem die Jugend wieder für Regionalpolitik und Zusammenarbeit begeistern.

Er verspricht auch, für mehr Transparenz in der Gemeinde zu sorgen. Im Moment behält Fröschl die Sprechstunden seines Vorgängers Leopold Muck bei. Für den Start in seine neue Tätigkeit als Bürgermeister hat er sich klare Ziele gesteckt: „Ich werde zunächst alle Gemeindebetriebe besuchen. Das erste große Projekt wird die Gehsteig-Pflasterung in Ernsdorf sein, die gemeinsam mit den Bürgern durchgeführt wird.“

Einsatz für die Gemeinde

Sein Engagement geht weit über seine Aufgaben als Bürgermeister hinaus. Angefangen von der Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Ernsdorf, bis hin zum Obmann des Jugendclubs in Ernsdorf fungiert er auch noch als Mitglied des Bauernbundes. Der junge Bürgermeister ist zuversichtlich, was die Zukunft betrifft, denn er sagt selbst: „Die Begeisterungsfähigkeit für eine Idee oder ein Projekt zählt zu meinen Stärken.“ Neben seinem Amt als Bürgermeister ist er als Unteroffizier in Mistelbach tätig. „Ich habe hier großen Rückhalt“, sagt Fröschl. Das Interesse für das Bundesheer kam sehr früh, da er nach Abschluss des Gymnasiums gleich in die Militärakademie nach Wiener Neustadt wechselte. Er stammt aus einer ebenfalls politisch aktiven Familie. Bereits Großvater und Vater waren als Gemeinderat und Ortsvorsteher tätig.




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