| Über uns Gemeinden Europa Service Presse und Medien | Opposition gewinnt Kommunalwahlen in Ungarn 03.10.2006 Die ungarische Kommunalpolitik beinhaltet eine Ebene mehr als in Österreich, nämlich die Komitate. Diese Ebene ist zwischen den Bundesländer und den Gemeindeverwaltungen angesiedelt und kann am ehesten als Regionalparlament bezeichnet werden. Bei den Kommunalwahlen wird sowohl auf Gemeindeebene, als auch auf Komitatsebene gewählt. Die Wahlstimmen von etwa acht Millionen Menschen ergaben einen deutlichen Sieg der Opposition in den Komitaten. Die oppositionellen konservativen Parteien, zu denen die FIDESZ, das ungarische Demokratische Forum (MDF) und die Christdemokratische Volkspartei (KDNP) zählen, beherrschen nun mehrheitlich 18 von 19 Komitaten. Auch in den Gemeinden selbst sind nun mehrheitlich konservative Bürgermeister am Ruder. Liberaler Bürgermeister in Budapest In Budapest setzte sich der Liberale Gábor Demszky erneut durch. Er übt bereits seit 16 Jahren das Amt des Bürgermeisters in der Hauptstadt aus. Die Sozialisten und linksliberalen Freidemokraten erlitten eine empfindliche Niederlage bei der Wahl 2006. Ähnlich wie 2002 gab es nur im Komitat Heves und Budapast eine Pattstellung nach Mandaten. Viele kleine Gemeinden
In Ungarn gingen 2002 die Sozialisten (rosa gefärbt) als Wahlsieger hervor und eroberten somit 178 Parlamentmandate. 2006 überwiegt ausschließlich die Mehrheit der oppositionellen Parteien (orange gefärbt). Es gibt in keinem Komitat und auch nicht in der Stadt Budapest eine Mandatsmehrheit für die Regierungsparteien oder andere Fraktionen. Feedback | Schwerpunkte . |