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Kärnten bleibt rote Hochburg

Nach der Landtagswahl am 4. März 2018 geht die SPÖ als klarer Sieger hervor. Die FPÖ folgt noch vor der ÖVP, die Grünen und die NEOS schaffen den Einzug in den Landtag nicht.

Der Erfolg für die SPÖ bei der Kärntner Landtagswahl ist sehr deutlich ausgefallen: Mit 47,7 Prozent kommt die Partei auf ein Plus von rund zehn Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2013. Zugewinne, wenn auch nicht in so einem Ausmaß, gab es auch bei der FPÖ, die den zweiten Platz belegte. Mit 23,4 Prozent legte sie rund sechs Prozentpunkte zu. Auch der ÖVP gelang mit 15,4 Prozent ein leichtes Plus von einem Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,6 Prozent und war damit niederiger als 2013, als 71,4 Prozent der Kärnterinnen und Kärntner wählen gingen.

Die Mandatare im Landtag 2018 im Vergleich zu 2013. (Quelle: kaernten.gv.at, Grafik: Kommunalnet/Gemeindebund)
Die Mandatare im Landtag 2018 im Vergleich zu 2013. (Quelle: kaernten.gv.at, Grafik: Kommunalnet/Gemeindebund)

Grüne und NEOS nicht im Landtag

Nicht ganz so erfolgreich verlief die Wahl für die Grünen, die die Fünf-Prozent-Hürde um zwei Prozent nicht schafften. Gegenüber 2013 bedeutet dies ein Minus von rund neun Prozentpunkten. Auch die NEOS verpassten bei ihrem erstmaligen Antreten mit 2,1 Prozent den Einzug in den Landtag.

Das Team Kärnten schaffte den Einzug dagegen knapp und hat nach aktuellen Stand drei Landtagsmandate. Spitzenkandidat Gerhard Köfer ist mit dem Ergebnis „äußerst zufrieden“. Keine Rolle spielten die Kleinparteien, die „Liste Fair“ erreichte weniger als ein halbes Prozent – ebenso das BZÖ.

SPÖ gewann fast überall dazu

Der Wahlsieger gewann in 130 von 132 Gemeinden dazu und erzielte in 31 Kommunen sogar die absolute Mehrheit. Das beste Ergebnis erreichte die SPÖ dabei in Zell Pfarre mit fast 63 Prozent. Die FPÖ lag in Deutsch-Griffen mit 46,7 Prozent an erster Stelle. Die ÖVP holte das beste landesweite Ergebnis mit 48,1 Prozent im Lesachtal, Heimat von Spitzenkandidat Bengers Vorgänger Gabriel Obernosterer.

Briefwahlstimmen ohne Einfluss auf Mandate

Laut der Prognose der Hochrechner der ARGE Wahlen werden die Briefwahlstimmen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Änderungen bei der Verteilung der Mandate bringen. Demnach wird die SPÖ auch nach der Auszählung dieser Stimmen, die am Montag erfolgt, voraussichtlich bei 17 Mandaten bleiben. Die Prozentstände werden sich nur minimal ändern.

Sollte es doch noch zu Verschiebungen bei den Mandaten kommen, dann wird das siebente Mandat der ÖVP betroffen sein. Dieses könnte zur FPÖ, die damit auf zehn Mandate kommen würde, oder zur SPÖ wandern. Das Team Kärnten kommt auf drei Mandate. Die rund 22.000 Briefwahlstimmen werden im Laufe des Montagnachmittages veröffentlicht.

Mehrere Koalitionsmöglichkeiten

Die SPÖ hat mit ihren 17 Mandaten der insgesamt 36 nun die Möglichkeit mit allen Parteien eine Koalition mit Mehrheit im Landtag bilden zu können. SPÖ-Kärnten-Chef Peter Kaiser werde mit allen Parteien Gespräche führen sagte er in einer ersten Reaktion auf die Wahlergebnisse. Eine bisherige Präferenz ließ er dabei noch nicht durchscheinen.




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