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Johann Grießner geht nach 38 Jahren

25.09.2017 – Johann Grießner kehrt der Gemeindepolitik Lamprechtshausen nach 38 Jahren den Rücken. Sein letzter Amtstag als Bürgermeister der 3.990-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Salzburg-Umgebung ist der 24. September 2017, der Rupertitag. Gleichzeitig wird an diesem Landesfeiertag Salzburgs die Bürgermeisterinnenwahl in Lamprechtshausen stattfinden. Drei Frauen treten im Wahlkampf gegeneinander an.

Heimatgefühl in der Gemeindepolitik

Der 70-jährige Grießner stieg 1979 nach langem Zögern als Mitglied der Gemeindevertretung Lamprechtshausen in die Politik ein. Nach 13 Jahren im Amt des Vizebürgermeisters wurde er 1999 mit dem Ziel „Lamprechtshausen soll noch schöner und lebenswerter werden – Arbeiten und nicht Streiten“ Bürgermeister der Gemeinde. „Siehe da – ich bin ein Flachgauer, ein Lamprechtshausener und woran ich niemals gedacht hätte – Bürgermeister geworden“, so der 70-Jährige.

Grießner hat in der aktiven Gemeindepolitik einen gewissen Teil von neuem Heimatgefühl erfahren dürfen. So dankt er nun vor allem dem Amtsleiter Lamprechtshausen, Manfred Weiß, für dessen großartige Loyalität und den außerordentlichen Arbeitseinsatz. „Wir sind als Team sehr gut zusammengewachsen und hatten ein außgezeichnetes Verhältnis. Mir wird diese besondere Gemeinschaft sicher sehr abgehen“, so der Bürgermeister.

Doch der 70-Jährige bedankt sich auch bei allen Bürgern der Gemeinde dafür, dass er die Chance hatte Lamprechtshausen mitgestalten zu dürfen. „Das war für mich eine große persönliche Auszeichnung und Anerkennung von vielen Menschen im Ort, bin ich doch als ‚Zuagroaster‘ aus dem Pinzgau vor 43 Jahren als neuer Lagerhausleiter – den meisten damals natürlich persönlich völlig unbekannt – nach Lamprechtshausen gekommen“, erzählt Grießner.

Rückzugsgebiet: Familie

Außerdem widmet der Bürgermeister in seinen Abschiedsworten an die Gemeinde ein großes Dankeschön an sein „wahres Daheim“, der Familie. „Mit meiner Familie habe ich das gemeinsam getragen, was alles gekommen ist“, weiß Grießner. Bei seiner Frau und den Kindern Hans Georg und Barbara hätte er immer ein weitgehendes Verständnis für seine politische Tätigkeit gespürt. Die Familie war für den Salzburger ein Rückzugsgebiet, auf das er sich verlassen konnte.

In seiner Freizeit genießt der 70-Jährige das Singen, die Waldarbeit und seinem Interesse an der Botanik, der Literaturgeschichte und der Jagd nachzugehen. Diesen Aktivitäten möchte er nun in seinem wohlverdienten Ruhestand mehr Zeit schenken.

Weibliche Nachfolgerin

Nach über 18 Jahren als Bürgermeister freut es Grießner, dass nun der Grundzukauf zur Ausweitung des Sportplatzes vertraglich mit dem Grundbesitzer noch in seiner Amtszeit unterzeichnet wurde. Außerdem gibt es bereits erste Planungsgespräche für eine Multifunktionshalle. Dieses Projekt wird dann aber bereits in die Hände der Nachfolgerin Grießners fallen.

Die drei Kandidatinnen bei der Bürgermeisterinnenwahl am 24. September 2017 sind Andrea Pabinger (ÖVP), Sonja Widmann (SPÖ) und Marina Kaltenegger (Freie Demokraten). Im Land Salzburg gibt es bis jetzt lediglich vier Bürgermeisterinnen, wodurch Salzburg im bundesweiten Vergleich auch das Schlusslicht bildet. Männliche Kandidaten seien laut dem Noch-Bürgermeister nicht zur Wahl gestanden.




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