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Joachim Radics dreht Markt Neuhodis

30.11.2017 – Die 660-Einwohner-Gemeinde Markt Neuhodis im Burgenland hat mit Joachim Radics (ÖVP) seit 1. Oktober 2017 einen neuen Bürgermeister. Mit der knappen Mehrheit von 50,3 Prozent und einem Vorsprung von 25 Wählerstimmen, schaffte es Radics den Mitstreiter und SPÖ-Quereinsteiger, Klaus Glavanics, hinter sich zu lassen. Obwohl der neue Bürgermeister den Ortschefposten, nach der Amtszeit von Johann Wallner (SPÖ), von rot auf schwarz drehen konnte, holte sich die SPÖ die absolute Mehrheit bei der Gemeinderatswahl in Markt Neuhodis zurück.

Das Wechselspiel bei den Mandaten ereignete sich bereits im Rahmen der Gemeinderatswahl im Jahr 2012. Damals gelang es der ÖVP die Mehrheit im Gemeinderat zu erobern und sie stellte acht Gemeinderäte, während die SPÖ sieben Mandate innehatte. Bei der diesmaligen Wahl drehten sich die Karten genau umgekehrt.

Die Politik: Ein steter Begleiter

Die Gemeinde Markt Neuhodis liegt im Bezirk Oberwart und besteht aus den Orten Althodis und Markt Neuhodis, zu deren Zusammenlegung es im Jahr 1971 kam. Bekannt ist die Gemeinde heute für ihren 500 Meter langen und 20 Meter hohen Baumwipfelweg, der sich im Ortsteil Althodis befindet. Nun möchte der neue Bürgermeister wissen, dass es in der Gemeinde bergauf geht. „Ich war bereits fünf Jahre lang Vizebürgermeister und wir haben die Weichen in Richtung Aufschwung gestellt“, so Radics gegenüber dem ORF Burgenland.

In die Politik kam der Familienvater im Jahr 2000, als er den Posten des Bezirksgeschäftsführers der Österreichischen Volkspartei in Oberwart übernahm. Darauf folgend war er von 2007 bis 2012 im Gemeindevorstand von Markt Neuhodis aktiv. Bis zur jetzigen Wahl zum Bürgermeister übte er seit 2012 das Amt des Vizebürgermeisters in der Gemeinde aus. Außerdem begleitete das Thema Politik stets die Familie Radics‘. „Mein Großvater war bereits in den 1970er Jahren Bürgermeister in der Gemeinde“, erzählt der 45-Jährige.

Business Development Manager und Bürgermeister

Bevor Radics aber überhaupt den Sprung in die Politik wagte, besuchte er nach der Hauptschule die Handelsakademie in Oberwart. Nachdem er von 1992 bis 1994 für die Hauptbuchhaltung bei den Wiener Verkehrsbetrieben zuständig war, arbeitete er nach dem Präsenzdienst als stellvertretender Leiter im Finanzwesen bei der Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe.

Seit 2003 übt der Familienvater die Funktion eines Business Development Manager aus. So vertritt er Hersteller und ist dafür zuständig Partner für sie zu finden. Von 2003 bis 2008 war der Bürgermeister sogar für Firmen aus beispielsweise der Schweiz, den Niederlanden, Spanien oder Portugal aktiv. Heute ist er aber ausschließlich für Österreich im Bereich der Medien- und Videotechnik unterwegs. Fragt man ihn, ob sich sein Beruf und das Bürgermeisteramt vereinbaren lassen, antwortet er zuversichtlich: „Mit der Möglichkeit des Home-Office bekomme ich meine Aufgaben gut unter einen Hut.“

Ist Radics gerade nicht beruflich und im Amt tätig, genießt er es, bei der Jagd und im Winter beim Schifahren den Kopf frei zu bekommen oder er nutzt die freie Zeit mit seinen drei Kindern. Außerdem ist er bei etlichen Vereinen wie beispielsweise dem Fußballverein oder der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Gemeinsam viel für die Bürger erreichen

Das erste Ziel in der Gemeinde ist es, dass bis 19. Dezember 2017 ein Fahrplan für die nächste Zeit ausgearbeitet wird. Die künftige Zusammenarbeit mit der SPÖ stellt sich der Familienvater durchwegs positiv vor. „Jeder im Gemeinderat soll sich in seinen Aufgaben wieder finden und verwirklichen können. Dadurch kann eine aktive Mitarbeit und Zusammenarbeit entstehen“, erzählt der Bürgermeister.

Adaptierungen in den Bereichen Wasserversorgung und Wasserentsorgung, der Infrastruktur sowie dem Breitband-Internet sind die Vorhaben für die Zukunft. „Es ist mir wichtig, dass wir in der Gemeinde zusammenhalten. Welche Partei am Ruder ist, ist eigentlich egal, solange man gemeinsam viel für die Bürger erreichen will“, so der neue Bürgermeister gegenüber der Burgenländischen Volkszeitung Oberwart.




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