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Florian Diertl einstimmig gewählt

29.11.2017 – Die niederösterreichische Marktgemeinde Puchberg am Schneeberg hat seit 11. Oktober 2017 einen neuen Bürgermeister, nämlich Florian Diertl. 13 Jahre war er bereits als Vizebürgermeister der 2.690-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Neunkirchen aktiv und wurde nun in einer Gemeinderatssitzung einstimmig zum Ortschef gewählt.

Altbürgermeister Michael Knabl legte mit 30. September 2017, nach mehr als 32 Jahren an der Spitze der Gemeinde, das Bürgermeisteramt zurück. Er zählte mit einem Alter von 70 Jahren bereits zu den dienstältesten Ortschefs in Österreich und konnte in seiner Regierungszeit viele Projekte wie beispielsweise die Kanalisierung des gesamten Ortsgebietes inklusive dem Schneeberg, die Errichtung eines Freizeitzentrums mit Schwimmbad und den Umbau des Gemeindeamtes erfolgreich abschließen.

Knabl ging bereits im Vorfeld davon aus, dass Diertl sein Nachfolger wird, da die SPÖ eine knappe Mehrheit in Puchberg am Schneeberg hat. „Der Vizebürgermeister ist ein hervorragender Kandidat, da er damals schon für Bau und Finanzen in der Gemeinde verantwortlich war. Er wird das Amt gut weiterführen und gewissenhaft arbeiten.“

Vertrauen in den neuen Bürgermeister

Die SPÖ hält im Gemeinderat in Puchberg elf Mandate, während die ÖVP neun und die FPÖ eines der insgesamt 21 Mandate in Besitz hat. Bei der Bürgermeisterwahl fielen alle 21 Stimmen auf Diertl. Das Vizebürgermeisteramt übernimmt nun Petra Gutleben.

„Ich bedanke mich für das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde. Eine gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen ist mir sehr wichtig. Die gute Lebensqualität in unserem schönen Ort muss erhalten werden, unser Puchberg für alle Generationen lebenswert bleiben“, so der neue Bürgermeister gegenüber der Zeitschrift des Verbandes sozialdemokratischer Gemeindevertreter in Niederösterreich.

In die Politik kam der 61-Jährige aus reinem Eigeninteresse. Seit 1975 ist er bereits Parteimitglied der SPÖ und seit 1990 im Gemeinderat aktiv. Von 1995 bis 2000 war er außerdem im Umweltgemeinderat tätig. Danach übernahm er den Posten des Geschäftsführers im Gemeinderat und übte diesen bis 2004 aus. In Folge agierte er als Vizebürgermeister Puchbergs. „Ich habe mir im Vorhinein nicht das explizite Ziel gesetzt Bürgermeister zu werden, aber ich stand jederzeit bereit, falls sich die Möglichkeit auftun würde und die Partei mich vorschlägt“, erzählt Diertl.

Frauen in der Mehrzahl im Hause Diertl

Der Bürgermeister besuchte nach der Volksschule das Realgymnasium und die Höhere Technische Lehranstalt (HTL) für Hochbau. Danach war er als Bautechniker bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beschäftigt. Seit 2012 ist er nun bereits in Pension.

Die Unterstützung der Familie ist Diertl gewiss. Lange Zeit lebte er in einem reinen Frauenhaushalt, da er drei Töchter hat. Fragt man ihn, ob es schwer war, sich gegen die Frauenpower zuhause durchzusetzen, antwortet der Bürgermeister gelassen: „Nein, man muss Probleme immer gemeinsam lösen.“ Nun beschert ihm bereits seine Enkeltochter große Freude. Außerdem genießt er es, mit seinem Motorrad unterwegs zu sein, Tischtennis zu spielen und im Winter Schi zu fahren. „Die Freizeit kommt jetzt natürlich kürzer“, ergänzt der Familienvater.

Nach bestem Wissen und Gewissen handeln

Für die Zukunft nimmt sich Diertl vor, „das was auf Schiene ist“, fortzusetzen und neue Ideen einzubringen. „Eine Linie weiterzuführen ist schwierig, aber ich möchte diese ehrenvolle Aufgabe so gut wie möglich bewältigen und werde nach bestem Wissen und Gewissen agieren“, so der Bürgermeister.




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