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Draßburg: Vom Gemeindevorstand zum Bürgermeister

28.11.2016 – Vom Fraktionsmitglied zum Gemeindevorstand – und nun Bürgermeister: Innerhalb der letzten zwölf Jahre legte Christoph Haider eine steile politische Karriere aufs Parkett. Am 18. November 2016 übernahm Haider nun vorzeitig das Draßburger Bürgermeisteramt von Altbürgermeister Rudolf Ivancsits. Damit hat auch die SPÖ ihren ersten Bürgermeisterwechsel im Rahmen der „365 Tage Regelung“ vollzogen.

Nicht nur Worte, sondern Taten sprechen lassen

Den Schritt in die Politik wagte Haider im Alter von 29 Jahren. Schon immer ein kritisch denkender Mensch, spornte ihn schließlich eine Diskussion dazu an, sich selbst in der Gemeindepolitik zu versuchen. „Ich wollte einfach zeigen, was man besser machen kann. Nur groß reden können schließlich alle“, erklärt der Neo-Ortschef seinen Ansporn. Vorerst nur als Fraktionsmitglied der Draßburger SPÖ aktiv, avancierte er acht Jahre später zu einem Mitglied des Draßburger Gemeindevorstands.

In der Gemeinde setzte er sich als Baugemeinderat vor allem für die Umsetzung des Generationenhauses ein. Das Bauprojekt wurde schließlich unter seiner Zeit fertiggestellt und bietet nun Raum für die Vereine der burgenländischen Gemeinde. Auch die Sanierung und der Zubau des  Kindergartens waren Haider ein großes Anliegen, das er nicht nur auf dem Papier unterstützte, sondern wo er auch selbst vor Ort die Bauaufsicht übernahm.

Positives Feedback aus Bevölkerung

Das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen, war eigentlich nie das politische Karriereziel des 41-Jährigen. Doch als sein Vorgänger im letzten Jahr seinen Rücktrittswunsch offenbahrte und die Gemeinde auf der Suche nach jemandem Neuen war, fiel die Entscheidung rasch auf Haider. „Vor allem aus der Partei und der Bevölkerung erhielt ich großen Zuspruch und positives Feedback, was mich dazu ermutigte, mich für den Bürgermeister aufzustellen“, erklärt der Burgenländer seine Motivation.

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(Bild: ZVG)
Mit Haiders Amtsantritt fand in Draßburg der erste Bürgermeisterwechsel der SPÖ im Rahmen der „365 Tage Regelung“ statt.

„Ich bin für alle da“

Der endgültige Schritt zum Bürgermeister war das Ergebnis reiflicher Überlegungen, für die sich Haider lange Zeit nahm. „Die Bürgermeisterkandidatur war alles andere als eine spontane Entscheidung. Ich habe wirklich sehr viele Tage und Nächte darüber sinniert“, erzählt der Draßburger Ortschef. Dass sich bei der Zusammenkunft des Gemeinderats die Kollegen aus der anderen Fraktion schlussendlich ihrer Stimme enthielten, als er zum neuen Bürgermeister gewählt wurde, ärgert den 41-Jährigen. „Ich möchte eine Politik für alle machen und habe ein offenes Ohr für die gesamte Bevölkerung, egal welcher Partei sie angehören“, so der Draßburger. Genau aus diesem Grund verzichtete er auf den traditionellen Ortsparteivorsitz als Bürgermeister.

Leistbares Wohnen und Gewerbeansiedlung als Schwerpunkte

Sein Motto „Politik für alle“ möchte Haider in der Zukunft im Ort umsetzen. „Für mich zählt jeder Mensch gleich“, betont der Draßburger. Eine besondere Herzensangelegenheit stellen für den gelernten Bautechniker daher soziale Themen dar. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir in Draßburg leistbares Wohnen schaffen. Auch betreutes Wohnen wird in der Zukunft ein Thema sein, dass ich fokussieren möchte“, so Haider, der als Leiter des Mattersburger Sozialprojektes „MEIN LADEN“ auch beruflich sozial engagiert ist.

Einen weiteren politischen Schwerpunkt möchte der leidenschaftliche Mountainbiker auf den Gewerbeaufbau im Ort setzen. „Das haben zwar auch meine Vorgänger schon versucht, ich möchte mich aber in Zukunft weiterhin verstärkt darauf konzentrieren, dass die Wirtschaft in Draßburg angekurbelt wird“, betont der neue Bürgermeister. Dabei ist ihm auch wichtig, dass die Lebensqualität in Draßburg nicht unter wirtschaftlichen Entscheidungen leidet, sondern verbessert wird und Grünräume erhalten bleiben.

Sportlicher Ausgleich

Den Ausgleich zu seinem beruflichen Alltag, der nun um das Aufgabengebiet des Bürgermeisters erweitert wurde, findet Neo-Ortschef Haider im Sport. Früher als begeisterter Fußballer aktiv, hat er in den letzten Jahren seine Leidenschaft für den Alpinsport entdeckt. Egal ob Wandern, Bergsteigen oder Skifahren, in seiner raren Freizeit ist der aktive Naturfreund für jeden alpinen Spaß zu haben. „Das ist für einen Burgenländer natürlich ein ungewöhnliches Hobby“, kommentiert der sportliche Neo-Ortschef seine Passion, „Zuhause im burgenländischen Flachland rund um den Neusiedler See bin ich aber auch viel auf dem Rad unterwegs.“




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