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Digitalisierung ist kein Ob, es ist ein Muss

4.8.2017 – „Digitalisierung in der Finanzwelt – Was hat der Kunde davon?“ Alois Steinbichler, Kommunalkredit-Chef und Mitveranstalter der Kommunalen Sommergespräche, widmete sich in seinem Impuls den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Finanzwesen.

„Ob Bankomat oder Bankkarte, Online oder Mobile Banking, das Finanzwesen wäre ohne Digitalisierung in der Form, wie wir es heute gewohnt sind, unmöglich“, so Steinbichler am Anfang seiner Ausführung. „Wir sind mit einem massiven Paradigmenwechsel konfrontiert. Aber: Dadurch entstehen zahlreiche Möglichkeiten, die wir als Service-Provider wie auch als Konsument nutzen können.“

Die Geschichte des Geldes ist eine lange – von der Muschel und Kakaobohne über Gold und Dukaten zu Münz-, Papier- und Plastikgeld hin zu Kryptowährungen. Das Bank- bzw. Geldwesen ist (und war) dabei stets eine Frage des Vertrauens und des Konsenses. „Die Konvention besteht, dass Geld einen Tauschwert hat, der akzeptiert ist. Das hat sich nicht geändert.“

Wohlstand entsteht durch Technologie

Die Bankenbranche rüstet sich seit jeher für das digitale Zeitalter. Waren 1980 gerade einmal 35 Bankomaten in Österreich in Betrieb, sind es heute 8.721 Stück, weltweit 1,7 Millionen. Die technologischen Meisterleistungen im Hintergrund sieht man nicht auf den ersten Blick. Dennoch beruht die gesamte Digitalisierung auf dem simplen binären Schaltmechanismus 0/1. „Auf Basis dieser einfachen Binärität sind die komplexesten Strukturen aufgebaut, auch moderne Bankgeschäfte.“ Allein die Bankenbranche investiert weltweit im aktuellen Jahr rund 360 Milliarden US-Dollar in die Digitalisierung; das entspricht dem derzeitigen Jahres-BIP Österreichs oder ist doppelt so viel, wie in Europa pro Jahr in reale Infrastruktur investiert wird! Tendenz steigend.

82 Prozent der Österreicher nutzen regelmäßig das Internet, die Hälfte von ihnen Online Banking. „Da ist noch Luft nach oben, auch wenn wir über den EU-Schnitt liegen. In Norwegen beispielsweise sind es 91 Prozent.“ Einfache Lösungen sind gefragt hinsichtlich Registrierung und gewünschten Dienstleistungen. Mit Einführung der Smartphones und Apps gewinnen mobile Lösungen immer mehr an Bedeutung. Desto benutzerfreundlicher die App, desto höher die Benutzerrate. „FinTechs drängen verstärkt auf den Markt, die aufgrund des rasanten Fortschritts im Bereich Big Data und Cloud-Computing eine breite Palette an Finanzdienstleistungen anbieten. Hier liegt auch die Zukunft in der Zusammenarbeit zwischen Banken und FinTechs.“

Die Zukunft hat schon begonnen
Mobile Payments per Handy, Armband, Fingerscan und Chat sind keine Vision mehr. In London zahlt man sein U-Bahn-Ticket per Near Field-Technologie, also quasi im Vorbeigehen. Der Kunde fordert unermüdlich ein breites Angebot, günstige Gebühren, permanente Verfügbarkeit. Er kommt nicht mehr in die Bank, die Filiale kommt zu ihm. „Jede Bank ist bestrebt, den Kunden als oberstes Gut zu hegen und zu pflegen. Dabei steht der nicht PC-affine Kunde aber genauso im Fokus“, betont Steinbichler.

„Natürlich spielt Digitalisierung auch in der Kommunalkredit eine wichtige Rolle“, so Steinbichler. ‚Kommunalnet‘ (www.kommunalnet.at) ist die gemeinsam mit dem Gemeindebund betriebene E-Government-Plattform. Darauf sind beinahe ausnahmslos alle österreichischen Gemeinden angeschlossen; 14.000 Nutzer arbeiten mit diesem Informationsportal. Weiters werden auf der Online-Transparenzdatenbank ‚www.gemeindefinanzen.at‘ gemeinsam mit dem Gemeindebund die Finanzdaten aller österreichischen Gemeinden zur Verfügung gestellt; diese Website ist damit ein sehr wichtiges und benutzerfreundliches Planungstool für die Kommunen. „Schließlich verfügt die Kommunalkredit mit der Online-Plattform ‚KOMMUNALKREDIT DIREKT‘ (www.kommunalkreditdirekt.at) über ein äußerst effizientes Veranlagungs- und Cash-Management-Produkt, das von vielen Kommunen bereits benutzt wird und wesentlich zum erfreulichen Einlagenzuwachs der Kommunalkredit beigetragen hat.“




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